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Klimaneutral
Preisgünstiger Strom für grünen Wasserstoff wird nun Realität

Der hohe Strompreis gilt als Haupthindernis für den Einstieg in die Produktion von grünem Wasserstoff. Doch nun startet ein Förderprogramm.

13.08.2021 | von Klaus Stratmann

Wasserstoffproduktion bei EWE in Elsfleth © dpa

Berlin Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) startet mit der Förderung der Produktion von grünem Wasserstoff. Dies soll über eine deutliche Reduktion der Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) passieren. Damit wird ein wesentliches Hemmnis für den Einstieg in die Produktion von grünem Wasserstoff aus dem Weg geräumt.

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Das Bundeswirtschaftsministerium erhofft sich dadurch einen erheblichen Schub für die Umsetzung der Nationalen Wasserstoffstrategie. Die hohen Strompreise in Deutschland gelten als Haupthindernis für den Einstieg in die Produktion von grünem Wasserstoff.

Grüner Wasserstoff wird mittels Strom aus erneuerbaren Quellen durch Elektrolyse hergestellt. Bis zu 70 Prozent der Herstellungskosten sind Stromkosten. Die Große Koalition hatte lange um Lösungen gerungen, den Strompreis für die Wasserstoffelektrolyse zu reduzieren.

Die neue Regelung tritt neben die bereits bestehende Besondere Ausgleichsregelung (BesAR) des EEG, die ebenfalls eine deutliche Reduktion der Stromkosten für die Herstellung von Wasserstoff zur Folge hat. Allerdings reicht die neue Regelung noch weiter: Sie erfasst auch die erste Gigawattstunde Strom.

Dagegen muss bei der BesAR für die erste Gigawattstunde noch die volle EEG-Umlage gezahlt werden. Die neue Regelung reduziert die EEG-Umlage ab der ersten Kilowattstunde auf 15 Prozent. Dieser Wert kann sogar noch sinken, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind.

Förderung ist unabhängig vom Stromeinsatz

Außerdem gilt für die neue Regelung ein erleichtertes Antragsverfahren. Die Förderung ist zunächst nicht an den Einsatz von Strom aus erneuerbaren Quellen gebunden: In der Markthochlaufphase begrenzt das Bafa die EEG-Umlage für die Wasserstoffelektrolyse sogar dann, wenn konventioneller Strom eingesetzt wird.

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Ziel sei es, „eine wirtschaftliche Grundlage für die elektrochemische Herstellung von umweltfreundlichem Wasserstoff“ zu schaffen, heißt es beim Bafa. Noch bis zum 30. September können Unternehmen aus dem Wirtschaftszweig „Herstellung von Industriegasen“ beim Bafa einen Antrag auf Begrenzung der EEG-Umlage stellen.

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