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Digitalkonzern
United Internet und Tochter 1&1 erhöhen Ergebnis-Prognose für 2022

Der Digitalkonzern erwartet mehr Gewinn, die Umsätze würden unverändert bleiben. Die höhere Ergebnisprognose hat aber ungewöhnliche Gründe.

01.10.2022

Firmengebäude von United Internet © dpa

Montabaur, Berlin United Internet seine Mobilfunktochter 1&1 rechnen 2022 mit mehr Gewinn als bisher. Hintergrund sind allerdings nicht Hoffnungen auf mehr Umsatz. Hier bleiben die Erwartungen unverändert.

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Vielmehr führt der stockende Netzaufbau bei der Tochter 1&1 zu weniger Investitionsaufwendungen, wie das Unternehmen am Freitagabend mitteilte. Beim Umsatz geht United Internet für 2022 also weiter von einem Anstieg auf 5,85 Milliarden Euro aus.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll nun auf 1,27 Milliarden Euro klettern. Bisher war United Internet von 1,26 Milliarden Euro ausgegangen. Statt eines Investitionsaufwands von 0,8 bis 1,0 Milliarden Euro rechnet United Internet nur noch mit 0,7 Milliarden Euro. Dies sei vor allem die Folge von unerwarteten Verzögerungen bei der Bereitstellung von Antennen-Standorten infolge von Lieferengpässen bei einem Ausbaupartner von 1&1.

1&1 erwartet mehr Gewinn

Auch die Tochter rechnet im laufenden Jahr nun mit mehr Gewinn wegen niedrigerer Investitionen. 1&1 erwartet unverändert einen Anstieg des Service-Umsatzes auf rund 3,2 Milliarden Euro (2021: 3,1 Milliarden Euro), jedoch ein erhöhtes Ebitda von etwa 690 Millionen Euro (2021: 671,9 Millionen Euro).

Die Umsatzprognose bleibt unverändert. Beim Kundenwachstum rechnet 1&1 wegen stärker als erwarteten Auswirkungen gesetzlicher Neuregelungen mit 100.000 Neuverträgen weniger als bisher erwartet. Diese sollen 2022 jetzt noch bei 350.000 liegen.

Zu United Internet gehören unter anderem Gmx.de und Web.de sowie der an die Börse strebende Webhosting-Anbieter Ionos, an dem der Finanzinvestor Warburg Pincus rund ein Viertel hält.

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dpa, rtr

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