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+++ Corona-News +++
Lauterbach: Für Herbst wieder Möglichkeit der Maskenpflicht schaffen – RKI meldet 39.705 Neuinfektionen

Bundesweite Inzidenz sinkt auf 262,6 +++ Biontech plant Impfstoff-Zulassung für Kleinkinder +++ Oberste französische Gesundheitsbehörde empfiehlt Auffrischimpfung für Risikopatienten und Menschen über 65 Jahren +++ Der Newsblog.

26.05.2022| Update: 26.05.2022 - 09:37 Uhr | von Tobias Döring und Sarah Sendner

Tim Spark
Die besonderen Corona-Vorschriften des Gesetzgebers f ür Betriebe in Deutschland sind wie geplant zum Donnerstag ausgelaufen . „Relevante regionale und betriebliche Infektionsausbrüche sind jedoch weiterhin nicht ausgeschlossen“, sagte ein Sprecher des Arbeitsministeriums. Arbeitgeber seien daher aufgefordert, ihre Gefährdungsbeurteilung stetig an das Infektionsgeschehen anzupassen. Hierfür werde das Ministerium auf seiner Homepage Empfehlungen bereitstellen.

Bereits vor einer Woche hieß es vom Ministerium, dass es angesichts des beständigen Abklingens der Infektionszahlen derzeit keinen Anlass gebe, die Sars-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung über den 25. Mai hinaus zu verlängern. Zudem waren die Regeln bereits im März gelockert worden. Zuletzt galt, dass der Arbeitgeber im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung zu prüfen hat, ob bestimmte Maßnahmen erforderlich sind - etwa Homeoffice, kostenlose Tests und die Bereitstellung von Schutzmasken.
Stefan Kaufmann
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach will für den Fall einer neuen Corona-Welle im Herbst die Möglichkeit schaffen, wieder eine Maskenpflicht in Innenräumen vorzuschreiben. Derzeit werde erneut am Infektionsschutzgesetz gearbeitet, sagte der SPD-Politiker am Mittwochabend in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“. „Das läuft ja am 23.9. aus. Und dann wird die Frage erneut zu diskutieren sein, ob zum Beispiel Maskentragen in Innenräumen wieder verpflichtend wird.“ Das könne wieder kommen, „ich halte das auch für unbedingt notwendig, dass wir uns für den Herbst diese Möglichkeit eröffnen“ .

Lauterbach betonte: „Das Infektionsschutzgesetz beschreibt ja nicht, was gemacht wird oder was gemacht werden soll, sondern es beschreibt, was wir nutzen können an Vorsichtsmaßnahmen und Einschränkungen, wenn es denn dann nötig wäre.“ An diesem Thema arbeite er auch mit Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP). Lauterbach hatte bereits angekündigt, dass er bald ein Konzept zur Bekämpfung von Corona im Herbst vorstellen will. Auch die Gesundheitsminister der Länder hatten vom Bund eine Anpassung des Infektionsschutzgesetzes mit Blick auf den Herbst gefordert.

Das erst kürzlich geänderte Gesetz läuft bis 23. September. Allgemeine Maskenpflichten für Veranstaltungen oder beim Einkaufen sowie 2G- und 3G-Regelungen sind damit seit Anfang April weggefallen. Vorerst gilt ein „Basisschutz“ – etwa mit Maskenpflichten in Bussen, Bahnen, Kliniken, Praxen und Pflegeheimen. Unabhängig von staatlichen Vorgaben gibt es aber vielerorts, etwa in Kultureinrichtungen, auch weiter Schutzregeln mit Maskenpflichten.
Sarah Sendner
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 39.705 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 19.014 Fälle weniger als am Donnerstag vor einer Woche, als 58.719 Corona-Infektionen gemeldet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 262,6 von 281,8 am Vortag. 136 weitere Personen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 138.779.
Sarah Sendner
Der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI), Tobias Tenenbaum, hält eine Abschaffung der Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmittel für vertretbar. „Jeder kann sich impfen lassen und damit vor schweren Verläufen gut schützen, und wir haben sinkende Fallzahlen“, sagte der Chefarzt einer Berliner Kinderklinik der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ/Donnerstag). Ein Ende der Maskenpflicht in Bussen, Bahnen oder Flugzeugen sei „durchaus vertretbar“.

Aus infektiologischer Sicht spräche nicht viel dagegen - „auch wenn ein Ansteckungsrisiko in engen und geschlossenen Räumen natürlich nicht ganz auszuschließen ist“, sagte Tenenbaum. In vielen europäischen Ländern sei längst Schluss mit den Masken, auch in Flugzeugen. Deutschland sei nach wie vor extrem vorsichtig.
Alexander Möthe
Die Corona-Infektionen und -Klinikaufnahmen gehen nach Angaben des Robert Koch-Instituts ( RKI ) weiter deutlich zurück. Die Sieben-Tage-Inzidenz sei im Vergleich zur Vorwoche um 28,8 Prozent gesunken, teilte das RKI in seinem Wochenbericht für die Zeit vom 16. bis 22. Mai mit. Es registrierte 350 Infektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen. Die Zahl der gemeldeten Infektionen pro Woche sank von 408 406 auf 290 885. Angesichts dieser Zahlen schätzt das RKI die Gefährdung für die Bevölkerung jedoch weiterhin als hoch ein. Die Impfung habe nicht an Bedeutung verloren.

Unter den Corona-Linien dominiere weiter ganz klar Omikron BA.2 mit 96,4 Prozent, deren Anteil jedoch leicht abgenommen habe. Etwa verdoppelt hat sich der Anteil von BA.5, und zwar von 1,2 auf 2,5 Prozent. Es wird nur ein Bruchteil der positiven Tests auf einzelne Linien ausgewertet. Zudem beziehen sich diese Daten auf die 19. Kalenderwoche (9.-15. Mai).
Jana Brüntjen
In Pflegeeinrichtungen sollte der Schutz vor dem Coronavirus nach Einschätzung des Expertenrats der Bundesregierung im kommenden Herbst wieder verstärkt werden. Zur Verhinderung und zur Eindämmung von Covid-19-Ausbrüchen sollten zusätzliche Präventions- und Managementmaßnahmen umgesetzt werden, heißt es in einer Stellungnahme des Gremiums, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Vorgeschlagen werden regelmäßige Tests bei Beschäftigten, Besuchern und Bewohnern und „niederschwellige aufsuchende Angebote zur Durchführung von Impfungen“.

Die Expertinnen und Experten sprechen sich außerdem dafür aus, dass die Gesundheitsämter die Einrichtungen regelmäßig kontrollieren, diesen bei der Erarbeitung von Hygienekonzepten helfen und sich mit ihnen regelmäßig austauschen, etwa in Form von „präventiven Heimbesuchen“. Im Rahmen von Fortbildungen „sollten hygienerelevante Inhalte stärkere Berücksichtigung finden“.

Die anhaltend hohen Corona-Zahlen und ein mit der Zeit nachlassender Impfschutz hätten in den vergangenen Monaten zum Wiederanstieg der Infektions- und Todesfälle in den Einrichtungen geführt, heißt es in dem Papier. „Dringend“ empfohlen werden Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität in der Pflege, etwa „zur Verstärkung der Personaldecke“ und durch „höherqualifizierende Ausbildungen“. Notwendig sei neben einer angemessenen Vergütung eine spezielle Aus- und Weiterbildung zur Qualifizierung von kompetentem Personal.
Anna Kipnis
Die oberste französische Gesundheitsbehörde hat eine weitere Auffrischimpfung gegen das Coronavirus für Risikopatienten und Menschen über 65 Jahren im Herbst empfohlen. Eine entsprechende Impfkampagne solle vorbereitet werden, schrieb die Behörde am Mittwoch. Bei Risikopatienten solle auch das Umfeld eine Auffrischimpfung erhalten. Wer aus dieser Gruppe bisher alle Impfungen erhielt, könnte damit im Herbst bereits die fünfte Impfdosis gegen das Coronavirus bekommen.

Trotz der derzeit stabilen Corona-Lage geht die Behörde davon aus, dass das Virus periodisch wieder stärker im Umlauf sein wird. Am wahrscheinlichsten sei ein Szenario, in dem das Virus aktiv bleibe, aber wegen ausreichender Immunisierung weniger Einfluss habe. Man müsse aber auch für ein schlechteres Szenario gewappnet sein und dann eine groß angelegte Impfkampagne anbieten können.

Die Gesundheitsbehörde kann keine politischen Entscheidungen treffen. In der Regel folgt die Regierung aber ihren Empfehlungen.
Anna Kipnis
Anders als Fachgesellschaften der Kindermedizin hat sich Bundesärztekammer-Präsident Klaus Reinhardt verhaltener zur neuen Stiko-Empfehlung zur Corona-Impfung Fünf- bis Elfjähriger geäußert. „Es ist eine Empfehlung, die ins Benehmen der Eltern gestellt wird.“ Er persönlich wäre zum jetzigen Zeitpunkt an der Stelle „eher zurückhaltend“, sagte Reinhardt am Mittwoch in einem Interview bei der Radiowelt auf Bayern 2. Er begründete dies damit, dass die Erkrankung „für Kinder in der Regel gut überstehbar“ sei und „auch im Wesentlichen ohne Spätfolgen, soweit man das zum jetzigen Zeitpunkt bewerten kann“.

Reinhardt sagte demnach aber auch, jeder müsse dies für sich entscheiden. Das Angebot sei da und die Ständige Impfkommission (Stiko) empfehle es. Das heiße, „die Impfung ist empfehlenswert und hat schützenden Charakter“.

Die Stiko empfiehlt in ihrer aktuellen Einschätzung nun auch gesunden Kindern zwischen fünf und elf Jahren eine Corona-Impfung - zuvor galt dies nur für Kinder mit Vorerkrankungen und für Kinder mit Menschen mit hohem Corona-Risiko in ihrem Umfeld. Gesunde Kinder sollen im Unterschied zum Impfschema bei anderen Gruppen aber zunächst nur eine mRNA-Impfstoffdosis bekommen, hieß es in einer Mitteilung des Gremiums am Dienstag.
Anna Kipnis
In der russischen Hauptstadt Moskau haben die Behörden nach der Aufhebung aller Corona-Beschränkungen nun auch erklärt, auf früher erhobene Strafzahlungen verzichten zu wollen. Die Gefahr der Pandemie sei vorüber. „Deshalb habe ich mich entschlossen, eine Covid-Amnestie zu erklären“, schrieb Bürgermeister Sergej Sobjanin am Mittwoch in seinem Blog. Die Amnestie soll am 1. Juni in Kraft treten.

Wer wegen eines Verstoßes gegen die Corona-Bestimmungen zu einer Geldstrafe verurteilt worden sei, aber noch nicht bezahlt habe, werde von dieser Zahlung befreit. Wer schon bezahlt habe, könne auf Antrag das Geld zurückbekommen, versicherte Sobjanin. Die Regelung betreffe nur Strafen, die von der Stadtverwaltung verhängt worden seien. Ausgenommen seien zudem Fälle, bei denen Kranke ihre angeordnete häusliche Isolation ignoriert haben.

Offiziellen Angaben nach sind in Russland knapp 380.000 Menschen an Covid-19 gestorben. Inoffizielle Quellen gehen von wesentlich höheren Zahlen aus. Der unabhängige Demographieforscher Alexej Rakscha bezifferte die Zahl der Toten bereits im November 2021 auf mehr als eine Million. Obwohl Russland als erstes Land weltweit einen Impfstoff gegen die Seuche registriert hatte, liegt die Impfquote in der Bevölkerung deutlich unterhalb des europäischen Niveaus.
Sarah Sendner
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 49.141 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 22.910 Fälle weniger als am Mittwoch vor einer Woche, als 72.051 Corona-Infektionen gemeldet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 281,8 von 307,2 am Vortag. 158 weitere Personen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 138.643.
Sarah Sendner
Angesichts sinkender Corona-Fallzahlen will Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach die Regeln für die Einreise nach Deutschland über die Sommermonate lockern. „Bis Ende August setzen wir die 3G-Regel bei der Einreise aus“, sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch). Vom 1. Juni an müssen Reiserückkehrer und andere Einreisende damit nicht mehr nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind. Die aktuell gültige Corona-Einreiseverordnung schreibt noch bis zum 31. Mai für alle Personen über zwölf Jahren einen 3G-Nachweis vor.

Für Einreisende aus Virusvariantengebieten gelten noch strengere Regeln: Sie müssen sich in Deutschland in eine 14-tägige Quarantäne begeben, auch wenn sie geimpft oder genesen sind. Diese Regelung soll auch in den kommenden Monaten weiter fortbestehen. „Wenn solche Gebiete definiert werden, müssen Einreisende in Quarantäne“, sagte Lauterbach den Funke-Zeitungen. „Auch bei niedrigeren Inzidenzen im Sommer müssen wir bei einer globalen Pandemie vorsichtig bleiben.“ Derzeit ist allerdings kein Land als Virusvariantengebiet ausgewiesen.
Anna Kipnis
Schweden empfiehlt allen Menschen ab 65 Jahren und Risikogruppen eine fünfte Corona-Impfung im Herbst. „Die Pandemie ist nicht vorbei“, sagte Sozialministerin Lena Hallengren am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Stockholm. Es sei immer noch wichtig, sich impfen zu lassen.

Alle anderen Erwachsenen dürften nun eine vierte Impfung bekommen, wenn sie das wünschten, hieß es. Dazu könnten etwa Menschen zählen, die auf die 65 zugehen oder mit einem Menschen, für den ein besonderes Risiko besteht, zusammenwohnen. Menschen ab 65 Jahren hatten zuvor schon eine vierte Impfung angeboten bekommen.
Tobias Döring
In Deutschland dürfte nach Einschätzung der Ständigen Impfkommission inzwischen der überwiegende Teil der Kinder eine Corona-Infektion durchgemacht haben. Die Stiko empfiehlt deshalb nun allen Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren zunächst nur eine Covid-19-Impfstoffdosis , wie das beim Robert Koch-Institut ansässige Gremium am Dienstag mitteilte. Bisher gab es keine generelle Impfempfehlung für diese Altersgruppe, sondern nur für Kinder mit Vorerkrankungen oder Kontakt zu Risikopersonen. Eltern steht aber frei, ihre Kinder trotzdem impfen zu lassen.
Anna Kipnis
Österreich hebt angesichts der sinkenden Neuinfektionszahlen die Maskenpflicht weitgehend auf. Ab 1. Juni muss in Supermärkten, Banken oder in öffentlichen Verkehrsmitteln kein Mund-Nasen-Schutz mehr getragen werden, sagt Gesundheitsminister Johannes Rauch.

Nur in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen bleibe die Verpflichtung aufrecht.

Die Pandemie verschafft uns eine Atempause.

Österreichs Gesundheitsminister Johannes Rauch

Die Pandemie sei aber noch nicht vorbei, auch die Masken würden im Herbst wieder kommen.
Sarah Sendner
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 64.437 Neuinfektionen binnen 24 Stunden . Das sind 21.815 Fälle weniger als am Dienstag vor einer Woche, als 86.252 Corona-Infektionen gemeldet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 307,2 von 312,1 am Vortag. 159 weitere Personen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 138.485.
Sarah Sendner
Die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA meldet 134.510 weitere Infektionen mit Fiebersymptomen binnen 24 Stunden. KCNA berichtet nicht, wie viele der Betroffenen auf das Coronavirus getestet sind.
Sarah Sendner
Der Deutsche Lehrerverband wirft der Politik vor, die Schulen mit Blick auf die Corona-Pandemie unzureichend auf das kommende Schuljahr vorzubereiten . „Die Politik macht beim Thema Pandemie und Schule schon wieder ihre Hausaufgaben nicht", sagt Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Bereits jetzt müssten die Weichen für sicheren Unterricht im kommenden Schuljahr gestellt werden. „In einer Herbstwelle können Masken ein entscheidender Faktor sein, um die Schulen offenzuhalten." Momentan fehle den Ländern aber die Gesetzesgrundlage, um flächendeckend eine Maskenpflicht an Schulen anzuordnen. „Der Bund muss deshalb das Infektionsschutzgesetz schnell noch einmal anpassen."

Die Schulen müssten zugleich „spätestens jetzt so ausgestattet und vorbereitet werden, dass Distanzunterricht auf jeden Fall funktioniert." Es fehle aber neben der Versorgung mit schnellem Internet weiter an professionellem IT-Support und den versprochenen Fortbildungen für Lehrer.
Stefan Kaufmann
Kinder unter fünf Jahren benötigen drei Dosen des Covid-19-Impfstoffs von Biontech und Pfizer für einen ausreichenden Schutz. Drei Impfungen erzeugten starke Immunantworten und eine hohe Wirksamkeit, teilten das Mainzer Biotechunternehmen Biontech und der US-Pharmakonzern Pfizer am Montag mit. Die beiden Partner veröffentlichten erste Ergebnisse aus ihrer klinischen Studie der Phase 2/3 mit Kindern im Alter von sechs Monaten bis unter fünf Jahren. Demnach wurde eine Wirksamkeit von gut 80 Prozent gegen eine symptomatische Covid-Erkrankung nach der dritten Dosis beobachtet, während die hochansteckende Omikron-Variante vorherrschte. Die Impfungen seien gut vertragen worden, die Nebenwirkungen mild bis moderat gewesen. Bei einer Zulassung wäre es der erste verfügbare Covid-Impfstoff für Kinder unter fünf Jahren.

„Wir bereiten derzeit die entsprechenden Unterlagen vor und gehen davon aus, dass wir den Einreichungsprozess für die Notfallzulassung in den USA noch in dieser Woche abschließen können", sagte Biontech-Chef Ugur Sahin. Einreichungen bei der EU-Arzneimittelbehörde EMA und anderen Behörden weltweit sollen in den kommenden Wochen folgen. Bislang ist der Impfstoff in der EU und den USA nur zum Einsatz bei Kindern ab fünf Jahren freigegeben. Sie erhalten zwei Dosen wie Jugendliche ab zwölf Jahren und die Erwachsenen, allerdings in einer niedrigeren Dosis von zehn Mikrogramm – ein Drittel der Erwachsenendosis. Die Dosierung für unter Fünfjährige ist mit drei Mikrogramm nochmals deutlich niedriger. In Deutschland gibt es rund vier Millionen Kinder unter fünf Jahren.
Dennis Pesch
Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat am Montag vor einer möglicherweise steigenden Zahl an Corona-Infektionen im Herbst gewarnt . „Mehrere Länder weltweit kämpfen gerade damit, die Infektionen unter Kontrolle zu halten“, sagte die Regierungschefin vor der Abschlussdebatte im dänischen Parlament am Montag. „Auch hier müssen wir uns darauf vorbereiten, dass die Zahl der Infektionen zum Herbst wieder steigen kann.“ Deshalb wolle die Regierung noch vor dem Sommer eine Strategie für den Umgang mit Covid-19 präsentieren. Diese solle mit den Parteien im Parlament diskutiert werden.
Dennis Pesch
Der Covid-19-Impfstoff von AstraZeneca ist in der Europäischen Union als dritte Auffrischimpfung für Erwachsene zugelassen worden . Die Zulassung folge einer Empfehlung des zuständigen Gremiums der EU-Arzneimittelbehörde EMA für den Einsatz bei Erwachsenen, die für ihre ersten beiden Impfungen auch AstraZeneca erhielten oder einen der mRNA-Impfstoffe von Biontech und Moderna, teilt der Konzern mit.
Anne Schwedt
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 1245 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 1060 Fälle weniger als am Montag vor einer Woche, als 2305 Corona-Infektionen gemeldet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 312,1 von 322,4 am Vortag. Eine weitere Person starb im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 138.326.
Anne Schwedt
Die wirtschaftlichen Folgen der anhaltenden Corona-Pandemie und steigende Preise für Energie und Lebensmittel befeuern weltweit Armut und soziale Ungleichheit . Mehr als eine Viertelmilliarde Menschen seien gefährdet, 2022 in extreme Armut abzurutschen, heißt es in einem am Montag veröffentlichten Bericht der Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam. Vor der Pandemie habe die Ungleichheit zwischen den Ländern abgenommen. Derzeit steige sie wieder, wobei die enorme Auslandsverschuldung die Erholung vieler Staaten behindere. 60 Prozent der einkommensschwachen Länder stehen demnach am Rande der Zahlungsunfähigkeit ihrer Schulden.

„Regierungen müssen dringend gegensteuern und Konzerne und Superreiche in die gesellschaftliche Pflicht nehmen, um die fatalen Auswirkungen der sich gegenseitig verstärkenden Krisen abzufedern und die Weichen hin zu einem gerechten und am Gemeinwohl orientierten Wirtschaftssystem zu stellen", so Oxfam-Experte Manuel Schmitt. Die weltweiten Lebensmittelpreise seien im vergangenen Jahr um 33,6 Prozent gestiegen, und für 2022 werde ein Anstieg um weitere 23 Prozent erwartet. Im März gab es demnach den größten Sprung der Lebensmittelpreise seit Beginn der Aufzeichnungen der Vereinten Nationen 1990.
Anne Schwedt
DGB-Chefin Yasmin Fahimi dringt auf ein Recht auf Homeoffice. „Ob wir im Herbst wieder eine Homeoffice-Pflicht brauchen, lässt sich derzeit schwer beurteilen. Aber d ie Etablierung eines Homeoffice-Anspruchs - unabhängig von der Pandemie - wäre sinnvoll", sagt sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe laut Vorabbericht. Viele Betriebe hätten in der Pandemie sehr gute Erfahrungen mit dem Arbeiten von zu Hause gemacht. Künftig solle das Homeoffice in gegenseitiger Abstimmung stattfinden. Für manche Beschäftigte sei zu viel Homeoffice eine Belastung, andere möchten gerne mehr von zu Hause arbeiten. „Sie sollen nicht zurück in den Betrieb gezwungen werden." Es brauche eine gute Balance.
Anne Schwedt
Die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA meldet den zweiten Tag infolge weniger als 200.000 Fieberfälle binnen 24 Stunden. 167.650 weitere Menschen zeigten Fiebersymptome, eine Person sei gestorben. Die Zahl der verzeichneten Todesfälle erhöht sich demnach auf 68. Mehr als 2,81 Millionen Infektionen wurden offiziell bestätigt. KCNA berichtet nicht, wie viele der Betroffenen auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet sind. Seit den ersten bestätigten Corona-Fällen in Nordkorea am 12. Mai wächst die Sorge über den Mangel an Impfstoffen , die unzureichende medizinische Versorgung und eine mögliche Nahrungsmittelkrise in dem 25 Millionen-Einwohner-Land. Die Regierung in Pjöngjang hat bislang nicht auf Hilfsangebote Südkoreas und der USA reagiert
Tobias Döring
Schanghai verzeichnet Regierungsangaben zufolge binnen 24 Stunden drei neue Corona-Todesfälle , womit sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle in China auf 5222 erhöht. Zudem gab es in China 898 Neuinfektionen binnen 24 Stunden . Das sind 313 Fälle weniger als am Vortag, als 1211 Corona-Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Zahl der bestätigten neuen symptomatischen Infektionen fällt auf 169, tags zuvor waren es 201. Die Zahl der neuen asymptomatischen Infektionen liegt bei 729 (Vortag: 1010).
Bild: Reuters
Tobias Döring
Ärztepräsident Klaus Reinhardt fordert von Bund und Ländern rechtzeitige Planungen für die Corona-Strategie im Herbst mit besonderem Augenmerk auf Kinder und Jugendliche . „Die Zeit drängt“, sagte der Chef der Bundesärztekammer der Deutschen Presse-Agentur. „Spätestens die nächste Ministerpräsidentenkonferenz am 2. Juni muss die Weichen für einen sicheren Betrieb von Schulen und Kitas stellen .“ Kinder hätten wie kaum eine andere Bevölkerungsgruppe Schutzmaßnahmen ertragen und einen großen Solidarbeitrag geleistet. „Wir sind verpflichtet, den Kindern jetzt etwas zurückzugeben.“

Die Auswirkungen der Coronakrise auf Kinder und Jugendliche sind ein Schwerpunktthema des Deutschen Ärztetages, der an diesem Dienstag in Bremen beginnt. „Corona-Infektionen verlaufen bei jungen Menschen fast immer sehr milde“, erläuterte Reinhardt. Die Ärzteschaft habe aber früh auf Kollateralschäden der Corona-Eindämmungsmaßnahmen für Kinder wie soziale Isolation, Bewegungsmangel, Bildungsdefizite oder Gewalt zu Hause hingewiesen. Eine Vielzahl von Studien belege eine deutliche Zunahme psychischer Auffälligkeiten oder den Verlust von Lebensqualität bei jungen Menschen.

Beim Ärztetag solle mit Expertinnen und Experten intensiv darüber diskutiert werden, wie negative psychosoziale Folgen der Pandemie für Heranwachsende eingedämmt werden könnten. Eine entscheidende Rolle hätten Schulen und Kindertagesstätten, sagte Reinhardt. „Wenn man den Versprechungen der Politik glaubt, soll alles getan werden, um erneute flächendeckende Schließungen zu verhindern.“ Mit Spannung werde daher ein von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) angekündigter Pandemie-Masterplan für den Herbst erwartet . „Hier dürfen die Kinder nicht wieder vergessen werden.“

Hier stehen die Bildungs- und Entwicklungschancen einer ganzen Generation auf dem Spiel.

Ärztepräsident Klaus Reinhardt

Tobias Döring
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 3823 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 2328 Fälle weniger als am Sonntag vor einer Woche, als 6151 Corona-Infektionen gemeldet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 322,4 von 342,0 am Vortag. Eine weitere Person starb im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 138.325.
Sarah Sendner
Weltweit haben sich jetzt mehr als 522,52 Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Danach starben mehr als 6,67 Millionen Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Die höchsten Zahlen weisen die USA auf. Dort wurden über 83 Millionen Ansteckungsfälle registriert, mehr als eine Million Menschen starben dort im Zusammenhang mit dem Virus.
Sarah Sendner
Die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA berichtet, 186.090 Menschen hätten Fieber-Symptome bekommen. Eine Person sei gestorben. KCNA berichtet nicht, wieviele der Betroffenen auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet worden seien.
Leonidas Exuzidis
Die Präsidenten der USA und Südkoreas, Joe Biden und Yoon Suk Yeol, haben sich besorgt über den Corona-Ausbruch im international isolierten Nordkorea gezeigt. Sie wollten dem Land gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft Hilfe anbieten, teilte das US-Präsidialamt zum Besuch Bidens in Südkorea mit.

„Wir sind bereit, das sofort zu tun“, sagte Biden am Samstag in Seoul. Die USA hätten bereits Hilfe angeboten , doch Nordkorea habe nicht darauf reagiert. Unter anderem habe auch China Hilfe angeboten . Die staatlich kontrollierten Medien in Nordkorea berichteten unterdessen, die „Ausbreitung der bösartigen Epidemie“ sei nun gebremst und unter Kontrolle.
Leonidas Exuzidis
Nordkorea meldet laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA mindestens 219.030 neue Fälle von Fieber innerhalb von 24 Stunden und ein weiteres Todesopfer. Damit steigt die Zahl der Ansteckungen offiziellen Angaben zufolge auf 2,46 Millionen. Seit Bekanntwerden der Pandemie in dem abgeschotteten Land sind insgesamt 66 Todesfälle verzeichnet.

Es gibt keine offizielle Bestätigung, ob die Erkrankten mit dem Coronavirus infiziert sind, da das Land nur über sehr wenige Test-Kapazitäten verfügt. Nordkorea hatte vor einer Woche den Ausbruch der Infektionskrankheit bestätigt und einen landesweiten Lockdown verhängt.
Leonidas Exuzidis
Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Samstagmorgen mit 342,0 angegeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche bei 361,8 gelegen (Vorwoche: 477,0, Vormonat: 720,6).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 42.375 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 61.859 registrierte Ansteckungen) und 120 Todesfälle (Vorwoche: 144) innerhalb eines Tages.
Anne Schwedt
Weltweit haben sich mehr als 521,92 Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Danach starben mehr als 6,66 Millionen Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Die Dunkelziffer dürfte Experten zufolge deutlich höher sein. Die höchsten Zahlen weisen die USA auf. Dort wurden über 83 Millionen Ansteckungsfälle registriert. Mehr als eine Million Menschen starben in Zusammenhang mit dem Virus. Dieses wurde erstmals im Dezember 2019 im chinesischen Wuhan nachgewiesen und ist jetzt in mehr als 210 Ländern verbreitet.
Anne Schwedt
Eine pandemiebedingte Regelung zur Beschränkung der Einwanderung von Mexiko in die USA bleibt vorerst bestehen. Ein Richter aus dem US-Bundesstaat Louisiana ordnete am Freitag (Ortszeit) an, dass die Regelung, die nach den Plänen der Regierung von Präsident Joe Biden am kommenden Montag hätte auslaufen sollen, zunächst in Kraft bleibt. Der Rechtsstreit über die umstrittene Regelung ist damit noch nicht beigelegt. Die US-Regierung kann Berufung gegen die Entscheidung des Richters einlegen.

Die als „Title 42“ bekannte Regelung der US-Gesundheitsbehörde CDC ermöglichte es den Behörden unter Verweis auf pandemiebedingte Gesundheitsrisiken, die meisten illegal ins Land gelangten Migranten rasch wieder abzuschieben. Sie wurde unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump zu Beginn der Corona-Pandemie in Kraft gesetzt und dazu genutzt, die Grenzen weitgehend abzuriegeln. Unter Trumps Nachfolger Joe Biden wurde die Regelung zunächst lediglich für unbegleitete Minderjährige ausgesetzt. Die CDC kündigte schließlich Ende März an, sie mit Wirkung zum 23. Mai abzuschaffen.
Anna Kipnis
Großbritannien hat die Omikron-Untervarianten BA.4 und BA.5 als besorgniserregende Varianten eingestuft. Die bisherigen Analysen der vorliegenden Daten wiesen auf einen Wachstumsvorteil gegenüber der noch vorherrschenden Omikron-Untervariante BA.2 hin, teilte die britische Gesundheitsbehörde am Freitag mit. Bislang sei die Zahl der Fälle in Großbritannien jedoch sehr überschaubar - von BA.4 gebe es bislang 115 bestätigte oder Verdachtsfälle, von BA.5 80 Fälle.

Auch in Deutschland wächst der Anteil der Omikron-Subvariante BA.5, aber bisher auf sehr niedrigem Niveau. Er lag nach den jüngsten verfügbaren Daten, einer Stichprobe von vorletzter Woche, bei 1,4 Prozent. In den Wochen zuvor waren es 0,5 und 0,3 Prozent, wie aus dem Corona-Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) von Donnerstag hervorgeht. Bei BA.4 sei in Deutschland bisher nur eine sehr kleine Zunahme auszumachen, von 0,1 auf 0,3 Prozent.

Bei der Weltgesundheitsorganisation WHO gelten die Omikron-Subvarianten BA.1 bis BA.5 und davon abstammende sowie Misch-Varianten des Erregers als besorgniserregende Varianten. Die ersten Unterarten von Omikron hatten im Winter für massive Infektionswellen gesorgt.
Jana Brüntjen
In Nordkorea sind nach Angaben der Regierung fast zehn Prozent der 26 Millionen Einwohner mit Fiebersymptomen erkrankt. Das berichteten staatliche Medien am Freitag und sprachen von 65 Todesopfern durch das Coronavirus. Ausländische Beobachter bezweifelten die Glaubwürdigkeit der Zahlen und befürchteten eine Krise weit größeren Ausmaßes.

Nordkorea teilte Ende April mit, eine nicht identifizierte Fiebererkrankung breite sich explosionsartig im Land aus. Eine Arbeitsgruppe veröffentlicht seitdem jeden Morgen Fallzahlen in den staatlichen Medien, wobei unklar ist, wie viele der Erkrankten mit dem Coronavirus infiziert sind.

Einige Beobachter gehen davon aus, dass Nordkorea den Corona-Ausbruch zugeben mussten, weil es die Verbreitung des hochansteckenden Virus unter der Bevölkerung nicht verheimlichen konnte und keine öffentliche Unzufriedenheit mit Machthaber Kim Jong Un in Kauf nehmen wollte. Sie glauben auch, dass die nordkoreanischen Behörden die Zahl der Todesfälle zu niedrig angeben, um eine erfolgreiche Pandemiebekämpfung vorgeben zu können. In dem Land fehlt es an Testmöglichkeiten, um eine große Zahl von Virusfällen zu bestätigen.

„Man sagt, dass Nordkorea ein „Theaterstaat“ ist, und ich denke, dass sie die Corona-Statistiken massieren“, erklärte Kwak Gil Sup, Leiter des One Korea Center, einer auf Nordkorea spezialisierten Website. Nordkorea nutze den Ausbruch wahrscheinlich zum Teil als Propagandamittel, um zu zeigen, dass es die Pandemie unter Kims Führung überwinde. Das Land plane jedoch bereits, China und andere Länder um Hilfe zu bitten, sollte die Pandemie außer Kontrolle geraten.

Die nordkoreanischen Behörden teilten am Freitag mit, 263.370 weitere Menschen zeigten Fiebersymptome und zwei weitere Menschen seien gestorben. Damit erhöhe sich die Gesamtzahl der Fieberfälle auf 2,24 Millionen und die Zahl der Todesopfer auf 65. Nach Berichten der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA standen 754.810 Menschen weiterhin unter Quarantäne.
Jana Brüntjen
Nach fünf Tagen ohne Infektionen sind in Shanghai erstmals wieder neue Corona-Fälle außerhalb der Quarantänegebiete gemeldet worden. Drei neue Fälle wurden nach Angaben der Behörden im Bezirk Qingpu bei routinemäßigen Tests festgestellt. Die Personen stammen aus der gleichen Familie und haben den Bezirk in den letzten 14 Tagen nicht verlassen. Sie besuchten aber mindestens vier Orte, darunter einen Supermarkt, die jetzt alle für die Öffentlichkeit gesperrt sind und desinfiziert werden.

Auch innerhalb der streng kontrollierten Gebiete nahmen die Fälle wieder zu. An den geplanten Lockerungen der Corona-Maßnahmen, darunter die Öffnung von Parks in den Vororten Shanghais und die Wiedereröffnung von vier U-Bahn-Linien ab Sonntag, soll aber festgehalten werden.
Sarah Sendner
Die US-amerikanische Gesundheitsbehörde (CDC) empfiehlt eine Impfauffrischung für Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren. „Mit über 18 Millionen verabreichten Dosen in dieser Altersgruppe wissen wir, dass diese Impfstoffe sicher sind. Wir müssen die Zahl der geschützten Kinder weiter erhöhen", sagt die Direktorin der Behörde Rochelle Walensky in einer Erklärung. Die Auffrischungsimpfung sollte mindestens fünf Monate nach der zweiten Impfung verabreicht werden.
Sarah Sendner
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 48.910 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 20.089 Fälle weniger als am Freitag vor einer Woche, als 68.999 Corona-Infektionen gemeldet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 361,8 von 383,2 am Vortag. 151 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 138.204.
Anne Schwedt
In Nordkorea steigen die Zahlen der Fieberinfektionen innerhalb von 24 Stunden um 263.370 auf insgesamt 2,24 Millionen Fälle . Dies meldet die staatliche Nachrichtenagentur KCNA. Nordkorea habe „gute Ergebnisse" im Kampf gegen den ersten Corona-Ausbruch im Land erzielt. „Selbst unter der maximalen Notfallsituation zur Verhinderung von Epidemien wird die normale Produktion in den wichtigsten Industriezweigen aufrechterhalten und große Bauprojekte werden ohne Unterlass vorangetrieben", berichtet KCNA. Das abgeschottete Land verfügt nur über sehr geringe Testkapazitäten, die Zahlen können nicht offiziell bestätigt werden. Die UN-Menschenrechtsorganisation warnt vor verheerenden Folgen für die Einwohner Nordkoreas.
Anne Schwedt
Bei Kindern wird nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) derzeit häufiger Grippe als Corona diagnostiziert. Betroffen seien insbesondere 5- bis 14-Jährige, schreibt das Institut in seinem am Donnerstagabend veröffentlichten Wochenbericht. Das RKI beruft sich auf Erkenntnisse aus der virologischen Überwachung. „ Bei Auftreten von Symptomen einer neu auftretenden Atemwegserkrankung wie z.B. Schnupfen, Halsschmerzen oder Husten wird – unabhängig vom Impfstatus und auch bei negativem Covid-19 Testergebnis - dringend empfohlen, Kontakte zu meiden und bei Bedarf die hausärztliche Praxis zu kontaktieren“, hieß es.

Eine Grippewelle hat auch bislang in der Saison 2021/22 nach wissenschaftlicher Definition gar nicht erst begonnen, in der jüngsten Zeit wurden in Deutschland aber doch noch etwas mehr Grippefälle verzeichnet. Die RKI-Fachleute sprechen von geringfügig erhöhter Influenza-Aktivität. Die Arbeitsgemeinschaft Influenza hatte für die vergangene Woche von knapp 2000 gemeldeten Fällen berichtet. Bei Grippe wird eine hohe Dunkelziffer nicht erkannter und nicht gemeldeter Fälle angenommen.
Ana Radić
Weltweit haben sich mehr als 521,08 Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt . Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Danach starben mehr als 6,66 Millionen Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Die Dunkelziffer dürfte Experten zufolge deutlich höher sein. Die höchsten Zahlen weisen die USA auf . Dort wurden über 82,6 Millionen Ansteckungsfälle registriert. Mehr als eine Million Menschen starben in Zusammenhang mit dem Virus.
Anne Schwedt
Die Bestätigung der Impfpflicht für Pflege- und Gesundheitspersonal durch das Bundesverfassungsgericht stößt in der Pflegebranche auf geteilte Reaktionen. Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste äußerte sich kritisch: „Wir hätten uns ein Signal des Gerichts für mildere Mittel wie engmaschige Testpflichten und die Aufrechterhaltung der sonstigen bisherigen Schutzmaßnahmen gewünscht“ , sagte Verbandspräsident Bernd Meurer dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Freitag). Nun bestehe die Gefahr, dass Pflegekräfte aus dem Beruf ausscheiden. „Das könnte angesichts der ohnehin bestehenden Personalknappheit in manchen Regionen die Versorgung gefährden.“

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe sieht diese Gefahr nicht. „Mit Einführung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht haben wir gesehen, dass es nicht zu einer Kündigungswelle kam“, sagte Präsidentin Christel Bienstein dem RND. „Wir gehen davon aus, dass sich daran auch durch das Urteil nichts ändern wird.“

Ähnlich äußerte sich der Verband der Schwesternschaften vom DRK. „ Die Bestätigung der Rechtmäßigkeit der Impfpflicht in Gesundheitseinrichtungen durch das Bundesverfassungsgerichtes wird keinerlei Auswirkungen auf die Impfquote in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen haben“ , sagte Verbandspräsidentin Gabriele Müller-Stutzer dem RND. „Ebenso wenig ist vor dem Hintergrund des Urteils mit einer Kündigungswelle zu rechnen.“
Leonard Frick
Der Anteil der Omikron-Subvariante BA.5 in Deutschland wächst, aber bisher auf sehr niedrigem Niveau. Er lag nach den jüngsten verfügbaren Daten, einer Stichprobe von vorletzter Woche, bei 1,4 Prozent. In den Wochen zuvor waren es 0,5 und 0,3 Prozent, wie aus dem Corona-Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) von Donnerstagabend hervorgeht. Das stetige Wachstum der seit einiger Zeit vorherrschenden Omikron-Variante BA.2 scheint indes gestoppt, der Wert sank leicht auf nun 97,4 Prozent.

„Der aktuell besonders in Südafrika und zuletzt auch in Portugal zunehmende Trend der Omikron-Linien BA.4 und BA.5 geht dort mit einem Anstieg der Covid-19-Fallzahlen und Positivenrate einher“, schreibt das RKI. In Deutschland ist bei BA.4 bisher nur eine sehr kleine Zunahme auszumachen, von 0,1 auf 0,3 Prozent. Auch bei Mischvarianten ist dem Bericht zufolge bisher kein starker Anstieg zu verzeichnen. Es werden aber nicht alle positiven Proben dahingehend untersucht.

Zur Entwicklung der Pandemie hält das RKI fest, dass die Sieben-Tage-Inzidenz vergangene Woche weiter gesunken sei: um 13,5 Prozent. Viele Indikatoren zu Krankenhauseinweisungen und Todesfällen nähmen weiter ab. „Der Infektionsdruck bleibt mit ca. 400 000 innerhalb der letzten Woche an das RKI übermittelten Covid-19-Fällen hoch.“ In der Omikron-Welle waren in den vergangenen Monaten teils über eine Million Infektionen wöchentlich gemeldet worden.
Leonard Frick
Für ihren Einsatz während der Corona-Pandemie erhalten mehr als 1,5 Millionen Pflegekräfte einen Bonus von bis zu 2500 Euro. Der Bundestag verabschiedete am Donnerstagabend mit großer Mehrheit ein entsprechendes Gesetz, mit dem für das Vorhaben eine Milliarde Euro bereitgestellt wird – je zur Hälfte für den Klinikbereich und die Altenpflege.

„Dass Deutschland bisher die Pandemie bewältigen konnte, verdanken wir zu großen Teilen dem unermüdlichen Einsatz der Pflegekräfte“, erklärte Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). Gleichzeitig räumte er ein, unabhängig vom Bonus seien auch bessere Arbeitsbedingungen und höhere Bezahlung vonnöten. Deshalb wurde mit dem Gesetz auch beschlossen, dass sich Pflegeeinrichtungen ohne eigenen Tarifvertrag ab September bei der Bezahlung an den durchschnittlichen Tariflöhnen der Region orientieren müssen.

Mit dem Pflegebonus fließen 500 Millionen Euro an mehr als 800 Krankenhäuser, wo besonders viele Menschen wegen Corona beatmet werden mussten. Die Kliniken sollen das Geld gestaffelt an die Beschäftigten verteilen, wobei der Höchstsatz an Fachpflegekräfte auf Intensivstationen gehen soll. Weitere 500 Millionen Euro gibt es für Altenpflegekräfte, die zwischen November 2020 und Ende Juni 2022 mindestens drei Monate in einem Heim gearbeitet haben. Sie sollen einen einmaligen Bonus von bis zu 550 Euro erhalten.
Jana Brüntjen
Nordkorea hat eine Woche nach der erstmaligen Bestätigung eines Corona-Ausbruchs im Land fast zwei Millionen Fieberpatienten registriert. Am Mittwoch seien weitere mehr als 262 000 Menschen mit Fiebersymptomen erfasst worden, berichteten die staatlich kontrollierten Medien am Donnerstag. Die Gesamtzahl kletterte demnach auf knapp 1,98 Millionen. Fast 1,4 Millionen Menschen sollen bereits wieder genesen sein. Die Zahl der Todesfälle sei um einen auf 63 gestiegen. Nordkorea hat knapp 26 Millionen Einwohner.

Ob sich die Betroffenen mit dem Coronavirus infiziert haben, bestätigt Nordkorea nicht, weil es nach Expertenangaben kaum Test-Kapazitäten gibt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass es bisher keine flächendeckenden Impfungen in dem Land gegeben hat. Nordkorea hat bislang auf Lieferungen von Impfstoffen über das von der WHO mitgegründete Netzwerk Covax verzichtet.

Das weithin abgeschottete und autoritär regierte Land hatte am Donnerstag vergangener Woche erstmals offiziell Infektionsfälle mit dem Krankheitserreger bestätigt. Seitdem versucht es mit einem landesweiten Lockdown und Informationskampagnen zu den Gefahren der Omikron-Variante, eine weitere „Ausbreitung der Epidemie“ einzudämmen.
Jana Brüntjen
Die Corona-Impfpflicht für das Pflege- und Gesundheitspersonal ist rechtens: Das Bundesverfassungsgericht hat eine Verfassungsbeschwerde gegen die sogenannte einrichtungsbezogene Impfpflicht zurückgewiesen.
Jana Brüntjen
Nach coronabedingten Betriebsstilllegungen und Quarantäne in der Fleischindustrie im Jahr 2020 muss das Land NRW in weiteren Fällen Lohnentschädigungen zahlen. Das hat das Verwaltungsgericht Münster am Donnerstag entschieden. Damit schlossen sich die Richter in zwei Musterverfahren dem Verwaltungsgericht Minden an, das Ende Januar vergleichbare Entscheidungen getroffen hatte. An beiden Gerichten liegen mehr als 7000 Klagen von betroffenen Arbeitnehmern, die über Subunternehmer in Schlachtbetrieben bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück oder Westfleisch in Coesfeld eingesetzt wurden. Die beiden Urteile sind noch nicht rechtskräftig (Az.: 5a K 854/21 und 5a K 423/21).

Die Mitarbeiter der jetzt in Münster entschiedenen Fälle mussten im Frühjahr und Sommer 2020 – wie viele ihrer Kollegen – auf Anordnung der Behörden in Quarantäne gehen. Die Subunternehmen haben den Lohn plus Sozialabgaben in der Zeit von jeweils rund 1000 Euro weiterbezahlt, das Geld aber vom Land zurückgefordert. Das Land aber verweigerte die Entschädigung. In den mündlichen Verhandlungen wiederholten die Vertreter den Vorwurf, dass die Unternehmen die Mitarbeiter nicht ausreichend am Arbeitsplatz geschützt hätten. In der Folge sei es zu Corona-Infektionen gekommen. Daher gebe es auch keinen Anspruch auf eine Lohn-Entschädigung aus dem Infektionsschutzgesetz.

Dieser Sicht folgten die Richter in Münster nicht. Nach Überzeugung des 5. Senats muss feststehen, dass allein der Arbeitgeber schuld sei an der angeordneten Quarantäne. Bei dem Corona-Ausbruch im Frühjahr 2020 habe es eine Vielzahl von Faktoren gegeben. So habe zum damaligen Zeitpunkt von der Bedeutung der Aerosole und der Übertragung von Corona über die Umluftkühlung niemand etwas gewusst. Deshalb liege auch keine Fahrlässigkeit vor, so das Verwaltungsgericht.
Jana Brüntjen
Noch im Lockdown kommt der öffentliche Nahverkehr in der chinesischen Metropole Shanghai langsam wieder in Gang. Vier der 20 U-Bahn-Linien sollten am Sonntag wieder geöffnet werden, teilte die Verkehrsbehörde der Stadt am Donnerstag mit. Die meisten der Bewohner der Millionenstadt haben ihre Wohnungen seit mehr als sechs Wochen nicht mehr verlassen.

Die Stadt wird außerdem 273 Buslinien wieder in Betrieb nehmen, die wichtige Stadtzentren, Flughäfen, Bahnhöfe und Krankenhäuser miteinander verbinden, wie der Direktor der Verkehrsbehörde, Yu Fulin, sagte. Damit ist auch der Transit zwischen den Stadtteilen wieder möglich. Allerdings war unklar, wie häufig die U-Bahnen und Busse fahren würden.

China hält im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern weltweit an seiner Null-Covid-Strategie fest. Der Corona-Ausbruch in Shanghai hat bisher 580 Menschen das Leben gekostet, wie aus offiziellen Daten hervorgeht. Inzwischen geht die Zahl der Neuinfektionen deutlich zurück und die Behörden lockern die Corona-Maßnahmen langsam. In der Stadt mit 25 Millionen Einwohnern wurden am Mittwoch rund 700 neue Fälle gemeldet. In der Hauptstadt Peking waren es 55.
Jana Brüntjen
Der französisch-österreichische Biotechkonzern Valneva ist im Zulassungsprozess für seinen Corona-Totimpfstoff einen Schritt weiter gekommen. Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) habe den Zulassungsantrag für den Impfstoffkandidaten akzeptiert, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. „Die Annahme des Zulassungsantrags durch die EMA ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Produktzulassung“, sagte Vorstandschef Thomas Lingelbach.
Jana Brüntjen
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach will beim anstehenden G7-Treffen einen Pandemiepakt mit seinen Minister-Kollegen schnüren. Dabei gehe es um die Ausbildung von Spezialisten, um Systeme, Infektionswellen rasch auf ihre Gefährlichkeit zu beurteilen und internationale Fachleute zusammenzubringen, erklärt der SPD-Politiker im ZDF. Darüber hinaus gehe es auch um Impfstoff-Entwicklung und -Bevorratung. Ziel sei es, effektiver und schneller auf Infektionsausbrüche zu reagieren.

Für den Fall einer neuen Corona-Welle im Herbst in Deutschland liefen die Vorbereitungen. So sollen die Impfzentren bestehen bleiben und adaptierte Impfstoffe gekauft werden, die Datenerfassung verbessert und die Bevölkerung über eine neue Kampagne auf die neuen Verhältnisse hingewiesen werden. „Und das Infektionsschutzgesetz wird auch überarbeitet“, kündigt Lauterbach an. Ein Grund sei, dass derzeit eine Maskenpflicht im Innenraum nicht möglich sei.
Anne Schwedt
Zu Himmelfahrt am 26. Mai fallen in den Betrieben in Deutschland die noch geltenden besonderen Corona-Vorschriften des Gesetzgebers . Die Corona-Arbeitsschutzverordnung mit einigen Basisschutzmaßnahmen läuft wie geplant Mitte nächster Woche aus. „Es besteht angesichts des beständigen Abklingens der Infektionszahlen derzeit kein Anlass, die Sars-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung über den 25. Mai 2022 hinaus zu verlängern“, sagte eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Bis dahin seien alle Vorgaben der Sars-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung noch vollumfänglich anzuwenden.

Bereits im März waren die Regeln für die Betriebe gelockert worden.
Heute gilt, dass der Arbeitgeber im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung zu prüfen hat, ob bestimmte Maßnahmen erforderlich sind – etwa Homeoffice, kostenlose Tests und die Bereitstellung von Schutzmasken.
Leonie Tabea Natzel
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 58.719 Neuinfektionen binnen 24 Stunden . Das sind 30.242 Fälle weniger als am Donnerstag vor einer Woche, als 88.961 Corona-Infektionen gemeldet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 383,2 von 407,4 am Vortag. 165 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 138.053.
Anne Schwedt
Nordkorea meldet laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA innerhalb von 24 Stunden mindestens 262.270 neue Fälle von Fieber und ein weiteres Todesopfer. Damit steigt die Zahl der Ansteckungen offiziellen Angaben zufolge auf 1.978.230. Seit Bekanntwerden der Pandemie in dem abgeschotteten Land sind insgesamt 63 Todesfälle verzeichnet. Es gibt keine offizielle Bestätigung, ob die Erkrankten mit dem Coronavirus infiziert sind, da das Land nur über sehr wenige Test-Kapazitäten verfügt. Nordkorea hatte vor einer Woche den Ausbruch der Infektionskrankheit bestätigt und einen landesweiten Lockdown verhängt.
Anne Schwedt
US-Gesundheitsminister Xavier Becerra ist bei einem Deutschlandbesuch positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er sei vollständig geimpft sowie geboostert und verspüre milde Symptome, teilte Ministeriumssprecherin Sarah Lovenheim mit. Demnach fiel ein Test bei Becerra am Mittwoch in Berlin positiv aus. Der Minister werde in Selbstisolation in der deutschen Hauptstadt weiterarbeiten . Dort sollte Becerra am Donnerstag und Freitag an einem Treffen mit Amtskollegen der Gruppe der sieben führenden Industrienationen teilnehmen, bei dem Lektionen aus der Corona-Pandemie sowie mögliche  Schutzmaßnahmen für Risikogruppen und Ungeimpfte erörtert werden sollen.

Am Dienstag hatte sich Becerra mit Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) getroffen, auch mit Lothar Wieler, dem Präsidenten des Robert Koch-Instituts, kam der US-Gesundheitsminister zusammen.
Anne Schwedt
Die ökonomisch von der Corona-Pandemie betroffene Werbewirtschaft hat sich 2021 erholt , bewegt sich aber weiter unter Vorkrisenniveau. Rund 47 Milliarden Euro Marktvolumen erreichte die Werbebranche in Deutschland im vergangenen Jahr, wie der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) am Donnerstag in Berlin mitteilte. Das ist ein Plus von 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2020. In Summe sei es noch nicht gelungen, das Vorkrisenniveau von rund 48 Milliarden Euro aus 2019 zu erreichen.

Der Verband nannte etwa die Teilbereiche Werbeartikel, Kataloge und Sponsoring, die noch nicht wieder zu alter Stärke zurückfinden konnten. Andere Bereiche wuchsen hingegen, zum Beispiel Werbung im Internet.

Auf 2022 blickt die Branche zum Teil auch mit Sorgen wegen hoher Rohstoff- und Energiepreise, sinkender Konsumlaune, Inflation und Unsicherheiten infolge des Russlandkrieges in der Ukraine.

ZAW-Präsident Andreas Schubert sagte zur Werbemarktentwicklung in diesem Jahr: Es zeigten sich im ersten Halbjahr zwei Gesichter, die eine Prognose erschwerten. „Zum einen existiert auf der Konsumentenseite grundsätzlich die Lust zu konsumieren, denn es besteht nach mehr als zwei Jahren Corona-Beschränkungen schlicht Nachholbedarf. “ Hinzu komme, dass sich ausreichend Vermögen in den beiden Corona-Jahren 2020 und 2021 angesammelt habe, da nicht im üblichen Maße konsumiert worden sei. „Andererseits stehen weniger finanzielle Mittel für größere Anschaffungen zur Verfügung, wenn für Benzin, Strom, Heizöl, Gas und viele Lebensmittel deutlich mehr Geld ausgegeben werden muss.“

Ändere sich die geopolitische Lage hingegen, sei eine verbesserte Gesamtkonjunktur ab der zweiten Jahreshälfte denkbar und erreiche dann auch zeitversetzt die Werbewirtschaft.
Tobias Döring
Das Weiße Haus setzt den Kongress wegen fehlender Corona-Hilfen mit düsteren Zukunftsszenarien unter Druck . „Ohne zusätzliche Mittel vom Kongress werden wir nicht in der Lage sein, genügend Impfstoffe für alle Amerikaner zu kaufen, die einen Impfstoff wünschen, sobald eine neue Generation von Impfstoffen im Herbst und Winter auf den Markt kommt“, warnte der Corona-Koordinator des Weißen Hauses, Ashish Jha, am Mittwoch. Außerdem würden die Medikamente gegen Covid über kurz oder lang ausgehen. Die einheimischen Produktionskapazitäten für Tests gingen ebenfalls zurück, so Jha. Das bedeute, dass man künftig auf andere Länder angewiesen sei. „All das ist vermeidbar“, so Jha.

US-Präsident Joe Biden drängt seit Wochen darauf, dass eine von ihm beantragte Corona-Notfinanzierung in Höhe von 22,5 Milliarden Dollar (21,4 Milliarden Euro) bewilligt wird . Hintergrund ist, dass es in den USA zwischen Demokraten und Republikanern Uneinigkeit über geplante Corona-Hilfen gibt.

Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC ist die Zahl der Corona-Infektionen in den vergangenen Wochen in den USA angestiegen. Im Durchschnitt der vergangenen Tage verzeichnete das Land demnach rund 94.000 Neuinfektionen pro Tag , was im Vergleich zur Vorwoche einem Anstieg von 26 Prozent entspricht. Diese Zahlen liegen aber immer noch deutlich unter denen der Omikron-Welle im Winter. Auch die Zahl der Krankenhauseinweisungen und Todesfälle steigen demnach, allerdings auf niedrigem Niveau. Seit Beginn der Corona-Pandemie sind in den USA mehr als eine Million Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben.
Anna Kipnis
Die EU-Arzneimittelbehörde Ema prüft die Zulassung einer Booster-Impfung für Kinder von fünf bis elf Jahren mit dem Corona-Impfstoff der Hersteller Pfizer und Biontech. Ein entsprechender Antrag der Hersteller sei gestellt worden, teilte die Behörde am Mittwoch in Amsterdam mit. Bisher ist die dritte Dosis mit diesem Präparat in der EU für Kinder ab zwölf Jahren zugelassen.

In den USA hatte erst am Dienstag die Arzneimittelbehörde FDA grünes Licht für die Booster-Impfung für Fünf- bis Elfjährige gegeben. Testreihen hätten gezeigt, dass die Booster auch in dieser Altersgruppe sicher seien, erklärte die FDA.

Die Experten der EMA geben ihre Empfehlung ab nach Prüfung aller Daten und einer Abwägung von Vor- und Nachteilen. Wie lange die Prüfung dauert, ist unklar. Die Behörden der EU-Mitgliedsstaaten entscheiden aber selbst, ob überhaupt eine Auffrischungsimpfung für Kinder angeboten werden soll.

Der Impfstoff ist bereits als Grundimpfung in zwei Dosen für Menschen ab fünf Jahren zugelassen. Durch einen Booster wird nach Angaben der EMA der Schutz vor einer Infektion und einer schweren Erkrankung erhöht.

Bild: dpa
Anna Kipnis
Die Welt ist nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO nicht besser auf eine neue Pandemie als vor dem Corona-Ausbruch 2019 vorbereitet. Angesichts der wirtschaftlichen Auswirkungen und des engen finanziellen Spielraums vieler Länder könnte sich die Lage sogar noch verschlechtern, erklärt das von der WHO eingesetzte Gremium zur Pandemievorbereitung und -reaktion.

Mangelnde Fortschritte bei Reformen hätten zur Folge, dass die Welt so verwundbar sei wie eh und je. Es gebe zwar einige Fortschritte, wie eine solidere Finanzierung der WHO, diese kämen aber viel zu langsam voran. „Wir haben jetzt genau die gleichen Instrumente und das gleiche System, das im Dezember 2019 existierte, um auf eine Pandemie zu reagieren. Und diese Instrumente waren einfach nicht gut genug“, sagt die ehemalige neuseeländische Premierministerin Helen Clark, die zu den Autoren des Berichts gehört.
Anna Kipnis
Die Bundesregierung erwartet nach Angaben eines Sprechers des Wirtschaftsministeriums keinen Konjunktureinbruch durch Chinas radikale Covid-Politik. Man sehe zwar Auswirkungen auf die Lieferketten durch die Lockdowns in China, sagte ein Sprecher am Mittwoch in Berlin. „Dass ein Konjunktureinbruch zu befürchten ist, davon geht die Bundesregierung nicht aus“, fügte er aber hinzu. Die Weltkonjunktur werde davon beeinflusst, in welchem Maße sei schwer abzuschätzen.
Anna Kipnis
Die europäische Arzneimittelbehörde Ema prüft die Zulassung des Corona-Impfstoffs des französischen Pharmakonzerns Valneva für den EU-Markt. Das Unternehmen habe einen entsprechenden Antrag gestellt, teilte die Ema am Mittwoch in Amsterdam mit. Wann mit einer Entscheidung zu rechnen ist, blieb offen.

Die Ema-Experten prüfen bereits seit Dezember alle Daten aus Studien und Versuchen zu dem Impfstoff mit dem offiziellen Namen VLA2001. Wenn sie grünes Licht geben, muss noch die EU-Kommission zustimmen - aber das gilt als Formsache. Bisher gibt es in der EU fünf zugelassene Corona-Impfstoffe. Im April war der Valneva-Impfstoff bereits in Großbritannien zugelassen worden.

VLA2001 wird in zwei Dosen verabreicht und soll dem Körper helfen, sich vor einer Infektion mit dem Virus zu schützen. Das Präparat enthält dafür inaktive, also abgetötete Viren. Diese können nicht zu einer Infektion und Krankheit führen, sie kurbeln aber die Bildung von Antistoffen an.
Valenva-Labor Bild: dpa
Anna Kipnis
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) geht von einer Bestätigung der Corona-Impfpflicht für das Pflege- und Gesundheitspersonal durch das Bundesverfassungsgericht aus. Vor der Verkündung des Urteils an diesem Donnerstag sagte Lauterbach am Mittwoch in Berlin: „Über eine Erwartung möchte ich nicht spekulieren.“ Er glaube aber, „dass wir dann entsprechend reagieren können“. Weiter verwies Lauterbach auf die im Vorfeld vorgetragenen Argumente und sagte, er gehe davon aus, „dass die Rechtmäßigkeit der einrichtungsbezogenen Impfpflicht tatsächlich bestätigt wird“.

Im Eilverfahren hatten die Richter und Richterinnen in Karlsruhe die Impfpflicht für das Klinik- und Pflegepersonal nicht beanstandet. Kritisch merkten sie im Februar aber an, dass im Gesetz nichts Genaueres zum Impf- und Genesenennachweis stehe.
Karl Lauterbach Bild: imago
Anna Kipnis
Kim Jong Un kritisiert „mangelhafte Reaktion“ der eigenen Behörden
Anna Kipnis
Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe wird am Donnerstag seine Entscheidung zur Corona-Impfpflicht für das Personal in Kliniken und Pflegeeinrichtungen veröffentliche n. Das kündigte das Gericht am Mittwoch an. Zahlreiche Eilanträge gegen das Inkrafttreten der Impfpflicht, die seit Mitte März gilt, hatten die Karlsruher Richter im Februar zurückgewiesen. Nun folgt die Entscheidung im Hauptsacheverfahren.

Die sogenannte einrichtungsbezogene Impfpflicht war im Dezember 2021 beschlossen worden, um besonders verletzliche Menschen etwa in Pflegeheimen besser zu schützen. Seit Mitte März 2022 müssen Beschäftigte in Kliniken, Pflegeheimen oder Arztpraxen einen vollen Corona-Impfschutz oder eine Genesung nachweisen. Allerdings hakt es bei der Umsetzung der Impfpflicht. Auch wurden nach dem Scheitern einer allgemeinen Corona-Impfpflicht im April die Rufe lauter, die einrichtungsbezogene Impfpflicht wieder abzuschaffen.
Anna Kipnis
Vor dem Hintergrund des Corona-Ausbruchs im Land hat Nordkorea erneut Hunderttausende Fieberpatienten gemeldet. Am Dienstag seien mehr als 232.000 Menschen mit Symptomen von Fieber registriert worden , berichteten die Staatsmedien am Mittwoch unter Berufung auf die staatliche Notfallzentrale zur Epidemie-Prävention. Die Zahl der fieberbedingten Todesfälle stieg demnach um sechs auf 62. Nordkorea bestätigt nicht, ob sich die Betroffenen mit dem Coronavirus infiziert haben, weil es nach Expertenangaben kaum Test-Kapazitäten gibt.

Die Gesamtzahl der Fiebererkrankungen kletterte den Berichten zufolge innerhalb von 24 Stunden auf mehr als 1,7 Millionen. Mehr als eine Million betroffene Menschen seien wieder genesen, etwa 691.000 befänden sich noch in medizinischer Behandlung.

Das abgeschottete und autoritär regierte Land hatte am vergangenen Donnerstag erstmals offiziell Infektionsfälle mit dem Krankheitserreger bestätigt. Seitdem versucht es mit einem landesweiten Lockdown, eine „Ausbreitung der Epidemie“ einzudämmen. Eine weitere Maßnahme sind Informationskampagnen, mit der die Menschen über die Medien auf die Gefahren durch die „getarnte Omikron-Variante“ sowie auf Behandlungsmethoden und Präventionsregeln hingewiesen werden sollen.
Anna Kipnis
Der CDU-nahe Wirtschaftsrat fürchtet einen neuen Konjunktureinbruch in Deutschland durch Chinas radikale Covid-Politik . „Ich habe Sorge, dass wir noch mal eine Delle in die Konjunktur wegen der Unterbrechung der Lieferketten bekommen", sagte Astrid Hamker, Präsidentin des Wirtschaftsrates, am Mittwoch in Berlin. Die Folgen durch den Lockdown in Chinas Wirtschaftsmetropolen sei noch gar nicht eingepreist, sondern wirkten sich erst in einigen Wochen aus.

Zuvor hatte Ifo-Konjunkturexperte Timo Wollmershäuser vor einer Verschärfung der Lieferengpässe gewarnt, vor allem als Folge der rigorosen Lockdowns in China. Von dort habe Deutschland zuletzt 15 Prozent seiner importierten Vorprodukte bezogen. Etwa vor dem riesigen Handelshafen Shanghai stauen sich die Containerschiffe, nachdem die Metropole in einen wochenlangen Corona-Lockdown geschickt wurde.
Anna Kipnis
Gesundheitsminister Karl Lauterbach benötigt in diesem Jahr weitere Milliarden für Mittel gegen die Corona-Pandemie. Handelsblatt-Korrespondent Jürgen Klöckner berichtet, wofür Lauterbach das Geld genau nutzen will.

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Jana Brüntjen
In den USA schnellen die Corona-Fallzahlen angesichts der Ausbreitung einer Omikron-Untervariante wieder deutlich in die Höhe. Nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters stiegen die Infektionen am Dienstag um mindestens 77.209 auf insgesamt 82,77 Millionen. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich binnen eines Tages um mindestens 264 auf mehr als eine Million. Die US-Gesundheitsbehörde CDC schätzt, dass etwa die Hälfte der Infektionen in der vergangenen Woche von der Unterlinie BA.2.12.1 der Omikron-Variante stammen, die sich seit Mitte April ausbreitet und bereits in weiten Teilen der Ostküste dominiert.

„Das Virus befällt zunehmend Menschen, die wesentlich älter und gebrechlicher sind, Grunderkrankungen haben oder deutlich immungeschwächt sind“, sagte William Schaffner, Experte für Infektionskrankheiten am Vanderbilt University Medical Center in Nashville. „Aber wir haben jetzt bessere Behandlungsmöglichkeiten, und viele dieser Menschen werden das Krankenhaus vertikal statt horizontal verlassen.“

Der Einsatz des Covid-Medikaments Paxlovid von Pfizer, das Hochrisikopatienten vor einem schweren Verlauf schützen soll, sprang in den vergangenen vier Wochen um 315 Prozent in die Höhe. Laut einer Reuters-Zählung gibt es in den USA durchschnittlich fast 97.000 neue Fälle pro Tag – vor einer Woche waren es noch 73.000. Seit dem jüngsten Tiefstand von 30.000 Neuinfektionen pro Tag Ende März ist die Zahl der Fälle wieder allmählich gestiegen.

New York setzte die Corona-Warnstufe am Dienstag wieder auf „hoch“. Dort rät die Gesundheitsbehörde inzwischen dringend dazu, in öffentlichen Gebäuden und überfüllten Räumen Masken zu tragen, wenn man älter als 65 Jahre ist und ein hohes Risiko bei einer Infektion hat. Unternehmen wie der iPhone-Hersteller Apple legen derweil ihre Pläne aufs Eis, ihre Mitarbeiter wieder in die Büros zu holen. Laut einem Bloomberg-Bericht verschiebt Apple seinen Plan auf unbestimmte Zeit, wonach Mitarbeiter wieder drei Täge im Büro arbeiten müssen.

Nach Einschätzung von Schaffner stehen die Gesundheitsbehörden vor der Herausforderung, die Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass Booster-Impfungen sinnvoll sind. „Wir müssen weiter impfen, denn es hat den Anschein, dass der Schutz vor schweren Krankheiten im Laufe der Monate mehr oder weniger nachlässt“, sagte er. Die US-Arzneimittelbehörde FDA gab am Dienstag grünes Licht für eine Auffrischimpfung mit dem Vakzin von BioNTech/Pfizer für Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren. Die Regierung verschickte zudem rund 360 Millionen Corona-Tests an Haushalte im ganzen Land.
Anna Kipnis

Die Maskenpflicht an Bord von Flugzeugen ist den Passagieren mittlerweile nicht mehr nachvollziehbar zu vermitteln und führt immer mehr zu kaum vermeidbaren Auseinandersetzungen.

BDL-Hauptgeschäftsführer Matthias von Randow

Die weiter geltende Maskenpflicht auf Passagierflügen von und nach Deutschland lässt den Luftverkehrsverband BDL nicht ruhen. Hauptgeschäftsführer Matthias von Randow verlangte am Mittwoch erneut ein Ende der Maskenpflicht. Die Passagiere sollten selbst entscheiden, ob sie den Mund- und Nasenschutz tragen wollen oder nicht, sagte er laut einer Mitteilung. Das Prinzip der Freiwilligkeit gelte in den meisten anderen Lebens- und Arbeitsbereichen, aber nicht in Flugzeugen mit ihrem besonders geringen Infektionsrisiko.

Die Bundesregierung solle die Maskenpflicht auf dem Verordnungsweg laut Randow beenden und dem Beispiel zahlreicher anderer Staaten wie Frankreich, den USA oder Großbritannien folgen.

Die Luftsicherheitsagentur EASA und die EU-Gesundheitsbehörde ECDC empfehlen seit Montag nicht mehr generell verpflichtendes Maskentragen in Flughäfen und Flugzeugen. Wenn am Abflug- oder Zielort eine Maskenpflicht im Verkehr besteht, sollte dies aber weiter auch in den Flugzeugen gelten. In Deutschland ist die bundesweite Maskenpflicht in Flugzeugen und Fernzügen im Infektionsschutzgesetz vorerst bis 23. September festgelegt. Auch im Nahverkehr mit Bussen und Bahnen gilt Maskenpflicht, die jeweils die Länder anordnen.
Anna Kipnis
Trotz Ukrainekriegs ist die Zahl der Erwerbstätigen erstmals wieder höher als vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Im ersten Quartal waren rund 45,1 Millionen Personen mit Arbeitsort in Deutschland erwerbstätig - das sind saisonbereinigt 217.000 oder 0,5 Prozent mehr als im Schlussquartal 2021. Damit lag die Zahl „erstmals über dem Vorkrisenniveau", wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Im Vergleich zum vierten Quartal 2019 – dem letzten Vierteljahr vor Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland – arbeiteten 43.000 Personen oder 0,1 Prozent mehr.

Der Aufwärtstrend dürfte sich ungeachtet der erhöhen konjunkturellen Unsicherheit aufgrund des russischen Einmarsches in der Ukraine fortsetzen. Aktuell gibt es 1,74 Millionen offene Stellen und damit so viele wie noch nie, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) feststellte. Ukraine-Krieg und Lieferengpässe könnten aber die wirtschaftliche Entwicklung dämpfen.
Jana Brüntjen
Angesichts einer offenbar massiven Ausbreitung des Coronavirus in Nordkorea hat Machthaber Kim Jong Un den staatlichen Medien zufolge die Reaktion der Behörden als mangelhaft kritisiert. Den Behördenmitarbeitern in dem abgeschotteten Land warf er Unzulänglichkeiten und Trägheit vor, wie die amtliche Nachrichtenagentur KCNA am Mittwoch meldete. Bei einer Sitzung des Politbüros der regierenden Arbeiterpartei am Dienstag habe er kritisiert, dass die „Unreife der staatlichen Kapazitäten zur Bewältigung der Krise“ die „Komplexität und die Schwierigkeiten“ bei der Bekämpfung der Pandemie verschärft habe.
Anastasia Zejneli
Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will bald ein Konzept zur Bekämpfung von Corona im Herbst vorstellen. Er sagte dem Bayerischen Rundfunk in einem am Mittwoch ausgestrahlten Interview: „Ich werde da in ein paar Tagen, in kurzer Zeit, einen Plan vorstellen, den ich auch mit dem Bundeskanzleramt sehr eng abgestimmt habe, wie man im Herbst die Pandemie managt.“

Es würden etwa Einkäufe von angepassten Impfstoffen vorbereitet, erklärte er. Die Impfzentren würden offen gehalten, so dass sie sofort genutzt werden könnten. Zudem werde eine Impfkampagne mit kreativen Ansätzen vorbereitet. Und die Meldung von Corona-Patienten in Krankenhäusern an das Robert Koch-Institut solle beschleunigt werden. Erkrankte sollen zudem schnell Medikamente bekommen.

Die Gesundheitsminister der Länder hatten am Montag auf rechtzeitige Vorbereitungen für eine neue Corona-Welle in Deutschland ab Herbst gedrungen. Gefordert wurden etwa ein mit den Ländern abgestimmter „Masterplan“ und eine Anpassung des Infektionsschutzgesetzes. In einem einstimmig gefassten Beschluss der Länder wurde der Bund aufgefordert, das Gesetzgebungsverfahren zeitnah einzuleiten.

Das erst kürzlich geänderte Infektionsschutzgesetz läuft bis 23. September. Allgemeine Maskenpflichten für Veranstaltungen oder beim Einkaufen sowie 2G- und 3G-Regelungen sind damit seit Anfang April weggefallen. Vorerst gilt ein „Basisschutz“ – etwa mit Maskenpflichten in Bussen, Bahnen, Kliniken, Praxen und Pflegeheimen. Unabhängig von staatlichen Vorgaben gibt es aber vielerorts, etwa in Kultureinrichtungen, auch weiter Schutzregeln mit Maskenpflichten.
Anne Schwedt
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 72.051 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 24.959 Fälle weniger als am Mittwoch vor einer Woche, als 97.010 Corona-Infektionen gemeldet wurden . Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 407,4 von 437,6 am Vortag. 174 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 137.888.
Leonie Tabea Natzel
Seit Beginn der Corona-Pandemie sind in den USA mehr als eine Million Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben . Das ging am Dienstag (Ortszeit) aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) hervor. Kein Land hat in absoluten Zahlen mehr Corona-Tote registriert als die Vereinigten Staaten, in denen rund 330 Millionen Menschen leben.

US-Präsident Joe Biden hatte bereits in der vergangenen Woche anlässlich eines internationalen Covid-Videogipfels die schmerzhafte Wegmarke beklagt und angeordnet, für mehrere Tage die Flaggen auf allen öffentlichen Gebäuden in den USA in Erinnerung an die Corona-Toten auf halbmast zu setzen. Den offiziellen Zahlen zufolge war die Millionen-Marke zu dem Zeitpunkt noch nicht ganz überschritten gewesen.

Die Webseite der Johns Hopkins Universität wird regelmäßig aktualisiert und zeigt einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der US-Gesundheitsbehörde CDC. In manchen Fällen wurden die Zahlen nachträglich wieder nach unten korrigiert.
Leonie Tabea Natzel
Nur wenige Tage nach der ersten offiziellen Bestätigung eines Coronavirus-Ausbruchs in Nordkorea schnellen die Fallzahlen deutlich in die Höhe . Die staatliche Nachrichtenagentur KCNA meldete am Mittwoch innerhalb von 24 Stunden 232.880 neue Fälle von Fieber und sechs weitere Todesopfer. Es gibt keine offizielle Bestätigung, ob die Erkrankten mit dem Coronavirus infiziert sind, da das Land nur über sehr wenige Test-Kapazitäten verfügt. Nordkora hatte am Donnerstag den Ausbruch der Infektionskrankheit bestätigt und den Notstand ausgerufen. In Pjöngjang war laut KCNA eine Untervariante des hochgradig ansteckenden Omikron-Erregers entdeckt worden. Kim ordnete daraufhin einen landesweiten Lockdown an.
Christoph Sandt
Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat für Kinder zwischen fünf und elf Jahren eine Booster-Impfung gegen das Coronavirus zugelassen. Möglich sei dies mit dem Biontech-Pfizer-Impfstoff und mindestens fünf Monate nach den ersten Impfungen, erklärte die FDA am Dienstag. Testreihen hätten gezeigt, dass die Booster auch in dieser Altersgruppe sicher seien. „Während der Omikron-Welle sind mehr Kinder an der Krankheit erkrankt und mussten ins Krankenhaus. Sie können außerdem von langfristigen Folgen betroffen sein, selbst nach einer nur milden Erkrankung“, erläuterte Robert Califf von der FDA.

Laut Daten der Gesundheitsbehörde CDC sind in den USA rund 29 Prozent der Kinder zwischen fünf und elf Jahren bisher doppelt geimpft . Etwa sechs Prozent sind nur einfach geimpft. Die Behörde führt seit Beginn der Pandemie 334 Covid-Todesfälle im Alter von 5 bis 14 Jahren in ihrer Statistik - vier Mal so viele Tote wie an der Grippe im gleichen Zeitraum. Es wird erwartet, dass in den kommenden Tagen die CDC der FDA-Zulassung folgt und den Einsatz eines Boosters empfiehlt.
Jana Brüntjen
Jana Brüntjen
Nordkorea verstärkt eigenen Angaben zufolge seine Maßnahmen gegen die epidemische Ausbreitung von Fieberfällen und für deren Behandlung. Fünf Tage nach der erstmaligen Bestätigung eines Corona-Ausbruchs im Land berichteten die Staatsmedien am Dienstag, das Militär habe Soldaten an alle Apotheken in Pjöngjang entsandt und damit begonnen, „Medikamente unter einem 24-Stunden-Servicesystem zu verteilen“. Die Abstellung der Truppen blieb demnach auf die Hauptstadt mit ihren knapp drei Millionen Bewohnern beschränkt. Am Montag wurden den Berichten zufolge weitere knapp 270.000 Fieberfälle registriert. Die Zahl der fieberbedingten Todesfälle sei um sechs auf 56 gestiegen.

Wie viele der Todesfälle und bisher gemeldeten fast 1,5 Millionen Fieber-Patienten tatsächlich auf eine Erkrankung durch das Coronavirus zurückgehen, blieb weiter unklar. Experten gehen davon aus, dass dem abgeschotteten Land die Kapazitäten fehlen, Massentests durchzuführen.

Nordkorea hatte am vergangenen Donnerstag zum ersten Mal seit Ausbruch der Corona-Pandemie offiziell Infektionen mit dem Krankheitserreger bestätigt. Seitdem spricht es von der landesweiten Ausbreitung einer Epidemie. Auf Anordnung von Machthaber Kim Jong Un sollen sämtliche Städte und Landkreise abgeriegelt worden sein.
Jana Brüntjen
Wegen des Corona-Ausbruchs in Peking müssen weitere Bürger der chinesischen Hauptstadt in ihren Wohnungen bleiben. Die Behörden verhängten am Dienstag einen Lockdown über sieben zusammenhängende Viertel im Stadtbezirk Fengtai. In der Gegend befindet sich ein Lebensmittelgroßmarkt, der nach der Entdeckung eines Corona-Clusters dort am Samstag auf unbestimmte Zeit geschlossen worden ist. Am Dienstag wurde ein zweiter Lebensmittelgroßmarkt in Fengtai geschlossen.

Peking kämpft sei drei Wochen gegen einen kleinen, aber hartnäckigen Corona-Ausbruch. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen steigt zwar nicht, doch bilden sich in immer neuen Teilen der Stadt Ausbruchs-Cluster. Am Montag registrierten die Behörden 52 Neuinfektionen.

China reagiert auf Corona-Ausbrüche mit harten Lockdowns, bei denen Millionen Menschen ihre Häuser nicht verlassen dürfen. Die Praxistauglichkeit dieser Null-Covid-Strategie steht unter besonderer Beobachtung, weil derzeit Peking und Shanghai betroffen sind - die beiden wichtigsten Städte des Landes. In Shanghai war die Zahl der täglichen Neuinfektionen wesentlich höher als in Peking. Anders als in der Hauptstadt wurde hier fast die gesamte Einwohnerschaft unter Lockdown gestellt. Wegen zurückgehender Neuinfektionen werden die Beschränkungen langsam gelockert.
Jana Brüntjen
Die Coronavirus-Pandemie hat die deutschen Unternehmen deutlich digitaler gemacht. In einer Umfrage des Branchenverbands Bitkom unter gut 1100 Betrieben mit mindestens 20 Beschäftigten gaben 49 Prozent an, ihr Geschäftsmodell sei durch die Pandemie digitaler geworden. Bei den Geschäftsprozessen sind es 44 Prozent, wie Bitkom am Dienstag in Berlin mitteilte.

83 Prozent der Betriebe verfügen inzwischen über eine Digitalstrategie. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren waren es erst 74 Prozent. 29 Prozent der Firmen wollen dieses Jahr mehr in die weitere Digitalisierung investieren. 53 Prozent planen dafür mit einem unveränderten Budget gegenüber 2021, Nur 14 Prozent gehen von Kürzungen aus. Videokonferenzen gehören in 72 Prozent der Unternehmen mittlerweile zum Standard. 2020 waren das erst 61 Prozent und 2018 nur 48 Prozent. 36 Prozent nutzen auch soziale Netzwerke zur Kommunikation. Das hatten 2020 erst 29 Prozent der Firmen getan. Bitkom-Präsident Achim Berg sagte, die Unternehmen reizten ihre Möglichkeiten aber bei weitem noch nicht aus. „Häufig werden in den Unternehmen noch die alten, analogen Abläufe einfach digital nachgebildet.“

Erstmals sagt mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Firmen, dass bei ihnen weniger gedruckt wurde als vor einem Jahr. 2020 waren dies erst 49 Prozent. Und zum ersten Mal ist die Gruppe der Unternehmen, die ihre Rechnungen überwiegend elektronisch stellt, am größten. Als Hürden bei der Digitalisierung geben die Betriebe vor allem den hohen Investitionsbedarf, die Sorge vor einem unberechtigten Zugriff auf Daten sowie zu wenig qualifiziertes Personal an. Größere Unternehmen sind laut Bitkom bei der Digitalisierung weiter als kleinere Firmen.
Jana Brüntjen
Leonie Tabea Natzel
Für die bundesweite Versorgung von Menschen mit länger anhaltenden Beschwerden nach Corona-Infektionen sind aus Sicht von Patientenschützern zusätzliche Steuermittel nötig . „Die Bundesregierung ist aufgefordert, einen Post-Covid-Fonds aufzulegen“, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Deutschen Presse-Agentur. Dies allein im laufenden Budget der Kranken- und Pflegekassen zu machen, werde nicht möglich sein. Deutschlandweit arbeitende Ambulanzen an Krankenhäusern, Pflegeheimen, Versorgungszentren und Praxen müssten in der Lage sein, einer großen Patientenzahl therapeutische Hilfe anzubieten.

Der Corona-Expertenrat der Bundesregierung hatte den Aufbau flächendeckender Angebote für Menschen mit Covid-19-Folgebeschwerden angemahnt. Angesichts der steigenden Zahl an Patientinnen und Patienten sei das derzeitige Versorgungsangebot „bei Weitem nicht ausreichend“, heißt es in einer am Montag vorgelegten Stellungnahme. Etabliert werden müssten etwa Spezialambulanzen und Reha-Kliniken.

Unter Long Covid werden laut dem Papier Beschwerden zusammengefasst, die mit einer Sars-CoV-2-Infektion verbunden werden und noch später als vier Wochen danach bestehen. Eine Unterform sei Post-Covid - dabei bestünden „anderweitig nicht erklärbare Symptome“ noch drei Monate nach der Corona-Infektion. Zur Häufigkeit hieß es, dass laut epidemiologischen Studien eine Mehrheit der Menschen, die mit schwerem Covid-19-Verlauf auf Intensivstationen behandelt wurden, Langzeitkomplikationen entwickle. Nach milder Infektion erfüllten etwa 10 Prozent der Betroffenen die Post-Covid-Kriterien.
Leonie Tabea Natzel
Chinas Wirtschaft wird einem Bericht der US-Handelskammer zufolge noch lange unter seiner strengen Corona-Politik leiden . „Leider werden die Corona-Lockdowns von diesem Jahr und die Beschränkungen der letzten zwei Jahre dazu führen, dass wir in drei, vier, fünf Jahren höchstwahrscheinlich einen Rückgang der Investitionen erleben werden“, sagt Präsident der amerikanischen Industrie-und Handelskammer, Michael Hart, zu dem Bericht.

Ausländische Unternehmen mit Zulieferern aus China würden sich wegen der Beschränkungen nach alternativen Bezugsquellen umsehen, um Störungen der Lieferketten zu reduzieren. Zudem hielten Marktzugangsbeschränkungen, diskriminierende Vorschriften und restriktive Anforderungen an die Cybersicherheit US-Unternehmen von Investitionen ab.
Sarah Sendner
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 86.252 Neuinfektionen binnen 24 Stunden . Das sind 21.316 Fälle weniger als am Dienstag vor einer Woche, als 107.568 Corona-Infektionen gemeldet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 437,6 von 439,2 am Vortag. 215 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 137.714.
Sarah Sendner
Nach der Bestätigung erster Corona-Fälle in Nordkorea sind bei rund 270.000 weiteren Menschen Fiebersymptome festgestellt worden. Es habe zudem sechs weitere Todesfälle gegeben, berichteten die Staatsmedien am Dienstag. Sie ließen offen, wie viele sogenannter Fieber- und Sterbefälle nachweislich auf Covid-19 zurückgehen. Doch gehen Experten davon aus, dass es sich zumeist um Corona-Infektionen handelt. Über nennenswerte Testkapazitäten für eine umfangreiche Erfassung von Fällen dürfte Nordkorea nicht verfügen, die Reaktion auf den Ausbruch beschränkt sich vor allem auf eine Isolation von Menschen mit Symptomen in speziellen Unterkünften.

Nach Angaben der Behörde für Virusbekämpfung sind seit Beginn der Ausbreitung eines Fiebers Ende April 56 Menschen gestorben und mehr als 1,48 Millionen erkrankt. Mindestens 663.910 Menschen seien noch immer in Quarantäne.
Alisa Swoboda
Die Zahl der Corona-Toten in den USA hat die Marke von einer Million überschritten. Das teilte die Gesundheitsbehörde CDC am Montag mit. Die bestätigte Zahl der Toten ist so hoch, als hätte es 336 Tage lang täglich Terrorattacken wie die am 11. September 2001 in den USA gegeben. Die Zahl entspricht zudem grob der Zahl der US-Toten im amerikanischen Bürgerkrieg und im Zweiten Weltkrieg zusammengenommen. „Es passiert noch immer und wir lassen es geschehen“, sagte Jennifer Nuzzo, die ein neues Pandemie-Zentrum an der Brown University School of Public Health in Providence im US-Staat Rhode Island leitet.

Drei von vier Todesfällen betrafen Menschen ab 65 Jahren. Es starben mehr Männer als Frauen. Weiße stellten die größte Gruppe unter den Toten, aber schwarze Menschen, Latinos und indigene Menschen hatten ein etwa doppelt so hohes Risiko, an Covid-19 zu sterben. Die meisten Todesfälle ereigneten sich in städtischen Gebieten. Verheerende Todeszahlen wurden zum Teil aber auch aus ländlichen Regionen gemeldet, in denen es eine stärkere Tendenz zur Ablehnung von Masken und Impfungen gab.
Alisa Swoboda
Aus Sicht der Gesundheitsminister muss sich Deutschland rechtzeitig auf eine neue Corona-Welle ab Herbst vorbereiten. „Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei. Wir dürfen uns nicht von den aktuell rückläufigen Inzidenzen täuschen lassen“, erklärte die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz (GMK), Sachsen-Anhalts Ressortchefin Petra Grimm-Benne, am Montag nach einer Video-Schalte mit Gesundheitsminister Karl Lauterbach (beide SPD). „Mit Blick auf den Herbst und Winter müssen wir mit dem Auftreten neuer Virusvarianten rechnen.“ Das Bundesgesundheitsministerium solle möglichst rasch einen Masterplan zur Pandemiebekämpfung ausarbeiten und mit den Ländern abstimmen.

Zu den Vorbereitungen gehöre aus Sicht der Minister auch eine Anpassung des Infektionsschutzgesetzes . Den Ländern sollten Befugnisse eingeräumt werden, um auf das Infektionsgeschehen im Herbst und Winter reagieren zu können. In einem einstimmig gefassten Beschluss wird die Bundesregierung aufgefordert, das Gesetzgebungsverfahren zeitnah einzuleiten. Die Länder sollten aktiv beteiligt werden, teilte das Sozialministerium in Magdeburg mit. Sachsen-Anhalt hat aktuell den Vorsitz der GMK inne.

Ab Herbst könnte den Angaben zufolge etwa mit einer Maskenpflicht in Innenräumen auf das Infektionsgeschehen reagiert werden. Zudem solle es um die Verpflichtung zur Vorlage eines Impf-, Genesenen- oder Testnachweises mit entsprechenden Zugangsbeschränkungen für risikogefährdete Bereiche und Einrichtungen gehen sowie um verbindliche Infektionsschutzkonzepte .
Jana Brüntjen
Den in China tätigen europäischen Unternehmen machen die seit Wochen anhaltenden Beschränkungen durch die strikte chinesische Null-Covid-Strategie stark zu schaffen. Der Vorsitzende der EU-Handelskammer in China, Jörg Wuttke, beklagte am Montag auch die starke Unberechenbarkeit der Situation. „Die Unsicherheit macht alles sehr schwierig. Was passiert als nächstes? Wann wird der nächste Lockdown umgesetzt?“ Unternehmen brauchten Vorhersehbarkeit.

Wie Vertreter der Kammer berichteten, ist der Transport im Land stark zurückgegangen . Güterverkehr zwischen Städten sei schwierig. Betriebe müssten ihre Produktion aussetzen oder reduzieren. Lieferketten seien unterbrochen. Ein Großteil der Metropolen sei von Beschränkungen wegen teils kleinerer Covid-Ausbrüche betroffen. Der Lockdown in Shanghai, dem Wirtschafts- und Finanzzentrum des Landes, mit strengen Ausgangssperren für Millionen dauere seit sechs Wochen an.

Wichtig sei jetzt eine Impfkampagne, um die mehr als 100 Millionen nicht oder nur unzureichend geimpften Menschen in China über 60 Jahre zu schützen. Auch müssten westliche Impfstoffe zugelassen werden . „Aber anstatt die Impfungen der älteren Menschen zu beschleunigen, haben sie sich in Wirklichkeit verlangsamt“, berichtete Wuttke. „China ist weit von Herdenimmunität entfernt.“ Das erkläre auch die drakonischen Maßnahmen mit der Null-Toleranz-Politik.
Alisa Swoboda
Alisa Swoboda
Flächendeckende Versorgungsangebote für Menschen mit Covid-19-Folgebeschwerden sollten aus Sicht des Expertenrats der Bundesregierung dringend aufgebaut werden. Angesichts der steigenden Zahl an Patientinnen und Patienten sei das derzeitige Versorgungsangebot „bei Weitem nicht ausreichend“ , heißt es in einer am Montag vorgelegten Stellungnahme des Gremiums zu Long/Post-Covid.

Es müssten Strukturen zur Versorgung von Betroffenen aller Altersgruppen etabliert werden, empfiehlt der Expertenrat. Genannt werden zum Beispiel Spezialambulanzen und Reha-Kliniken. Zu den weiteren Maßnahmen, die ebenfalls als dringend notwendig gelistet werden, zählt auch mehr Forschungsförderung zum Thema. Aufklärungs- und Informationskampagnen sollte es demnach für Akteure im Gesundheitswesen ebenso geben wie für die Bevölkerung.


Nach Einschätzung des Gremiums ist es sehr wahrscheinlich, dass diese Art von Beschwerden die Gesellschaft sowie das Gesundheits- und Sozialversicherungssystems langfristig belasten . Zur Häufigkeit hieß es, dass laut epidemiologischen Studien eine Mehrheit der Menschen, die mit schwerem Covid-19-Verlauf auf Intensivstationen behandelt wurden, Langzeitkomplikationen entwickele. Nach milder Infektion erfüllten etwa 10 Prozent der Betroffenen die Post-Covid-Kriterien.
Alisa Swoboda
Die Gesundheitsminister der sieben führenden Industrienationen (G7) werden am Donnerstag und Freitag in Berlin beraten. Dabei werde es um die Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie sowie eine stärkere Prävention gegen Pandemien gehen, sagt eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums. Auch die Bekämpfung der gesundheitlichen Folgen des Klimawandels werde Thema.
Jana Brüntjen
Wenige Tage nach der Bestätigung der ersten Corona-Infektionen in Nordkorea ist die Zahl fieberbedingter Todesfälle im Land nach offiziellen Angaben auf 50 gestiegen. Bis zum Sonntagabend (Ortszeit) sei zudem die Zahl der Patienten mit Fiebersymptomen auf mehr als 1,2 Millionen geklettert, berichteten die Staatsmedien am Montag unter Berufung auf das Notfallzentrum zur Epidemie-Prävention. Mehr als die Hälfte von ihnen sei wieder genesen. Weiter vermied es das abgeschottete und autoritär regierte Land, die Krankheit direkt beim Namen zu nennen. Stattdessen war weiter von der „Ausbreitung der Epidemie“ die Rede.

Bei einer neuen Dringlichkeitssitzung des Politbüros der herrschenden Arbeiterpartei ordnete Machthaber Kim Jong Un den Berichten zufolge an, das Militär solle bei der Verteilung von Medikamenten helfen. Der Einsatz soll demnach jedoch zunächst auf die Hauptstadt Pjöngjang beschränkt sein.

Kim habe die zuständigen Stellen dafür gerügt, bisher keine ausreichende Versorgung mit medizinischen Mitteln zu gewährleisten, hieß es. Er habe sich unter anderem darüber informiert, welche fiebersenkenden und antibiotischen Mittel die Apotheken der Stadt vorrätig hätten und ob diese auch rund um die Uhr geöffnet seien.

Wie viele der gemeldeten Fieber-Fälle tatsächlich auf eine Corona-Erkrankung zurückzuführen sind, blieb weiter unklar. Experten vermuten, dass Nordkorea nicht über die Kapazitäten verfügt, um Massentests durchzuführen. Nordkorea hatte am vergangenen Donnerstag zum ersten Mal seit Ausbruch der Corona-Pandemie vor mehr als zwei Jahren offiziell Infektionen mit dem Krankheitserreger bestätigt. Das Land hatte lange behauptet, coronafrei zu sein. Die Angaben stießen im Ausland jedoch auf Skepsis.
Stefan Kaufmann
Die strikten Beschränkungen durch Chinas Null-Covid-Strategie bremsen die zweitgrößte Volkswirtschaft stärker als erwartet. Die Industrieproduktion fiel im April überraschend um 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistikamt am Montag in Peking berichtete. Auch die Einzelhandelsumsätze brachen deutlicher als von Analysten vorhergesagt sogar um 11,1 Prozent ein.

„Der Covid-Ausbruch im April hatte große Auswirkungen auf die Wirtschaft, aber die Folgen werden kurzfristig sein“, meinte der Sprecher des Statistikamtes, Fu Ying. Die langfristigen Grundlagen der chinesischen Wirtschaft seien unverändert. Wenn die Covid-Kontrollen Fortschritte machten und die Politik zur Stabilisierung der Wirtschaft ihre Wirkung zeigten, sei zu erwarten, dass sich Konjunktur wieder schrittweise erhole.

Die Zahlen für April deuten nach Ansicht von Experten aber vielmehr darauf hin, dass der Abschwung in diesem Jahr stärker als erwartet ausfällt . „Die Daten für die Aktivitäten im April haben den Schaden durch die Lockdowns in Shanghai und anderen Teilen des Landes offengelegt“, hieß es in einer Analyse der Finanzagentur Bloomberg. „Die Auswirkungen sind viel breiter und tiefer als erwartet.“
Sarah Sendner
Die chinesische Finanzmetropole Schanghai soll Regierungsangaben zufolge schrittweise bis zum 1. Juni zur Normalität zurückkehren. In 15 der 16 Bezirke der Stadt seien außerhalb der Quarantänegebiete keine weiteren Coronafälle aufgetreten, sagt die stellvertretende Bürgermeisterin Zong Ming.

Supermärkte und Apotheken werden am Montag wieder öffnen, Schulen sollen schrittweise den Präsenzunterricht wieder aufnehmen. Bewegungseinschränkungen werden zunächst bestehen bleiben, um Risiken eines erneuten Ausbruchs zu verhindern. China setzt im Gegensatz zu anderen Ländern auf eine strikte Null-Covid-Strategie.
Sarah Sendner
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 2305 Neuinfektionen binnen 24 Stunden . Das sind 1045 Fälle weniger als am Montag vor einer Woche, als 3350 Corona-Infektionen gemeldet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 439,2 von 452,4 am Vortag. Es wurden keine weiteren Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet. Damit verharrt die Zahl der gemeldeten Todesfälle bei 137.499.
Sarah Sendner
Bei Flügen von und nach Deutschland gilt auch mit Inkrafttreten gelockerter EU-Empfehlungen ab Montag weiterhin die Maskenpflicht zum Schutz vor Corona-Ansteckungen . Dies betrifft nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums alle Maschinen, die in Deutschland starten oder landen. Beim Ein- und Ausstieg und während des gesamten Fluges sind FFP2- oder medizinische Masken zu tragen. Abnehmen kann man sie nur beim Essen und Trinken. Ausgenommen von der Pflicht sind Kinder unter sechs Jahren. Die Maskenpflicht entspreche auch den neuen EU-Empfehlungen, hatte das Ministerium erläutert.

Die Luftsicherheitsagentur EASA und die EU-Gesundheitsbehörde ECDC empfehlen ab Montag nicht mehr generell verpflichtendes Maskentragen in Flughäfen und Flugzeugen. Wenn am Abflug- oder Zielort eine Maskenpflicht im Verkehr besteht, sollte dies aber weiter auch in Maschinen gelten. In Deutschland ist die bundesweite Maskenpflicht in Flugzeugen und Fernzügen im Infektionsschutzgesetz vorerst bis 23. September festgelegt. Auch im Nahverkehr mit Bussen und Bahnen gilt Maskenpflicht, die jeweils die Länder anordnen.
Lisa Oenning
Nach der Bestätigung eines Corona-Ausbruchs im Land hat Nordkorea am Sonntag 15 weitere Todesfälle und Hunderttausende weitere Erkrankungen gemeldet. Die staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtete, insgesamt seien damit jetzt mehr als 820.000 Menschen mit Fieber bestätigt. 42 Menschen starben. Mehr als eine Million Helfer im Gesundheitsbereich wurden mobilisiert, um den Ausbruch unter Kontrolle zu bringen.

Die Helfer sollten Menschen untersuchen und behandeln, aber auch für Hygienemaßnahmen sensibilisieren, berichtete KCNA. Alle Menschen mit Fieber und anderen Symptomen würden unter Quarantäne gestellt und behandelt. Die Agentur berichtete, die verstärkte Pandemiebekämpfung umfasse die Einrichtung weiterer Quarantäneeinrichtungen, den Transport von medizinischem Material zu den Krankenhäusern und Desinfektionsmaßnahmen. Im ganzen Land gilt weiterhin ein Lockdown, der am Donnerstag verhängt wurde.
Lisa Oenning
In der chinesischen Metropole Schanghai dürfen nach wochenlanger strenger Abriegelung ab Montag allmählich wieder Einkaufszentren und Friseursalons öffnen. Dies teilte der Vizebürgermeister der Stadt auf einer Pressekonferenz mit.

Die Stadt war mit ihren 25 Millionen Einwohnern zuvor wegen eines Covid-19-Ausbruchs für mehr als sechs Wochen in einen strengen Lockdown gegangen.
Lisa Oenning
Trotz der entspannteren Corona-Lage sind fast zwei Drittel der Bundesbürger einer Umfrage zufolge für eine weitere Verlängerung des Angebots von Gratis-Schnelltests . Dass es auch über Ende Juni hinaus kostenlose Bürgertests geben sollte, befürworten 65 Prozent, wie die Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur ergab. Nicht mehr nötig finden es dagegen 24 Prozent, elf Prozent machten keine Angaben oder wussten es nach eigenem Bekunden nicht.

Im Osten Deutschlands lag die Zustimmung zu längeren Bürgertests mit 69 Prozent noch etwas höher als im Westen mit 64 Prozent. Für die Umfrage wurden vom 6. bis 10. Mai 2054 Menschen ab 18 Jahre befragt.

Das Bundesgesundheitsministerium hatte die Verordnung, die auch diese Bürgertests regelt, vorerst bis einschließlich 29. Juni verlängert. Damit haben alle auch ohne Symptome Anspruch auf mindestens einen Schnelltest pro Woche an Teststellen durch geschultes Personal und mit Bescheinigung. Medizinerverbände hatten sich für ein Ende der Bürgertests ausgesprochen.
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