ABO
Anzeige

+++ Corona-News +++
China lockert offenbar Corona-Regeln und erlaubt häusliche Quarantäne – RKI meldet 27.841 Neuinfektionen

Chinas Vizepremier spricht von „neuem Stadium“ in Pandemie +++ Gesundheitsminister Lauterbach erwartet Corona-Winterwelle und rügt Bundesländer +++ Der Newsblog.

03.12.2022| Update: 03.12.2022 - 07:17 Uhr | von Sarah Sendner und Anna Kipnis

Weiterlesen...
Timm Seckel
In China werden trotz hoher Neuinfektionszahlen immer mehr Corona-Auflagen gelockert. In der Hauptstadt Peking wurden am Samstag Teststationen geschlossen und abgebaut. Für den Gang in den Supermarkt ist kein negativer Test mehr nötig, ab Montag darf auch die U-Bahn ohne einen solchen Nachweis wieder genutzt werden. Zum Betreten von Büros und anderer Gebäude muss aber nach wie vor vorgelegt werden, dass keine Corona-Infektion vorliegt. An den verbliebenen Teststationen bildeten sich daher weiter lange Schlangen. Auch in Shenzen darf der öffentliche Nahverkehr wieder ohne Corona-Test genutzt werden, der Zugang zu Parks ist ebenfalls ohne Auflagen möglich. Die Städte Chengdu und Tianjin hatten dies bereits angekündigt.

Am vergangenen Wochenende hatte es in vielen Städten Chinas Proteste gegen die strenge Auslegung der Null-Covid-Politik von Präsident Xi Jinping gegeben. Diese stützt sich insbesondere auf vergleichsweise lange, strenge Lockdowns. Das bremst die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt allerdings aus, das für dieses Jahr erwartete Wachstum dürfte eines der schwächsten seit fast einem halben Jahrhundert sein. Die Menschen sind immer weniger willens, sich den Maßnahmen zu beugen. Die jüngste Welle des zivilen Ungehorsams war beispiellos.

Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge bereitet China weiterreichende Lockerungen vor. So sollen sich positiv auf Corona geteste Menschen unter bestimmten Voraussetzungen zu Hause isolieren dürfen. Laut Analysten handelt es sich dabei aber nicht um eine grundlegende Änderung der Corona-Politik. Eine Abkehr der Null-Covid-Strategie sei nicht vor März zu erwarten. Eine der Voraussetzung sei ein Erfolg der kürzlich intensivierten Impfkampagne bei Älteren. „Es geht viel mehr darum, zu optimieren und Kosten zu sparen“, heißt es in einer Einschätzung des Wirtschaftsforschungsunternehmens Capital Economics. „Das Ziel ist immer noch, die Zahl der Fälle nahe Null zu bringen.“
Leonie Tabea Natzel
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 27.841 Neuinfektionen . Das sind 3163 Fälle mehr als am Samstag vor einer Woche, als 24.687 Neuinfektionen verzeichnet wurden. Die Gesamtzahl der Neuinfektionen steigt damit auf mehr als 36.5 Millionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 207,0 von 205,0 am Vortag. 89 weitere Menschen sind laut RKI in den letzten 24 Stunden im Zusammenhang mit dem Corona-Virus gestorben. Die bekannte Gesamtzahl der Toten liegt damit bei 158.198.
Leonie Tabea Natzel
In China sinkt die Zahl der täglichen Ansteckungen weiter . Das Land verzeichnet nach Angaben der Nationalen Gesundheitskommission 33.073 Neuinfektionen. Am Vortag waren es 34.980. 4278 der Fälle seien symptomatisch und 30.702 seien asymptomatische Infektionen, die in China separat gezählt werden. Das Land meldet keinen weiteren Todesfall in den letzten 24 Stunden im Zusammenhang mit dem Virus. Die Zahl der Corona-Toten in China verharrt damit bei 5233.
Christoph Sandt
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beklagt eine Lockerung der Strategien zum Kampf gegen die Pandemie in diesem Jahr. Damit bestünden weiter "die perfekten Bedingungen" dafür, dass eine neue, tödliche Variante des Erregers sich ausbreite, sagt WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus.
Schätzungen der UN-Organisation zufolge haben jetzt etwa 90 Prozent der Weltbevölkerung eine gewisse Immunität gegen das Virus, entweder wegen einer durchgemachten Infektion oder durch eine Impfung.
Roman Winkelhahn
Der US-Pharmakonzern Pfizer investiert rund 2,5 Milliarden Euro in seine Werke in Belgien und Irland. Die Anlage in der belgischen Stadt Puurs werde für mehr als 1,2 Milliarden Euro ausgebaut, teilte das Unternehmen am Freitag mit.
Bereits am Donnerstag hatte Pfizer erklärt, für gut 1,2 Milliarden Euro sein Werk in Dublin zu erweitern. "Das steht alles in Einklang mit dem Wachstum unserer Pipeline", sagte der zuständige Pfizer-Vorstand Mike McDermott der Nachrichtenagentur Reuters.

Der Partner des Mainzer Unternehmens Biontech bereitet sich damit auf die Einführung einer Reihe neuer Medikamente vor, die wegfallende Umsätze nach dem Auslaufen wichtiger Patente und rückläufiger Verkäufe beim Corona-Impfstoff wettmachen sollen.

Allein für die kommenden anderthalb Jahre hat Pfizer 19 neue Medikamente angekündigt. "Unser Portfolio ist stark und erfordert eine Ausweitung unserer Produktion", sagte McDermott. Allein in Irland würden etwa 400 bis 500 Stellen geschaffen, in Belgien dürften 250 Jobs dazukommen.

Es wird damit gerechnet, dass die Pfizer-Erlöse in diesem Jahr bei mehr als 100 Milliarden Dollar liegen - das ist mehr als doppelt so viel wie vor der Corona-Pandemie. Dabei dürften vor allem der Corona-Impfstoff und das Corona-Mittel Paxlovid einen wichtigen Beitrag leisten. Doch diese Erlöse dürften in den kommenden Jahren stark zurückgehen , zudem entfällt nach 2025 der Patentschutz für einige umsatzstarke Mittel wie das Krebsmedikament Ibrance und die Arthritis-Medizin Xeljanz.

Sarah Sendner
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 30.420 Neuinfektionen. Das sind 404 Fälle mehr als am Freitag vor einer Woche, als 30.016 Neuinfektionen verzeichnet wurden . Die Gesamtzahl der Neuinfektionen steigt damit auf mehr als 36.5 Millionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 205,0 von 201,9 am Vortag. 166 weitere Menschen sind laut RKI in den letzten 24 Stunden im Zusammenhang mit dem Corona-Virus gestorben. Die bekannte Gesamtzahl der Toten liegt damit bei 158.109.
Sarah Sendner
In China sinkt die Zahl der täglichen Ansteckungen weiter. Das Land verzeichnet nach Angaben der Nationalen Gesundheitskommission 34.980 Neuinfektionen. Am Vortag waren es 36.061. 4150 der Fälle seien symptomatisch und 31.911 seien asymptomatische Infektionen, die in China separat gezählt werden. Das Land meldet keinen weiteren Todesfall in den letzten 24 Stunden im Zusammenhang mit dem Virus. Die Zahl der Corona-Toten in China verharrt damit bei 5233.
Sarah Sendner
Die Corona-Inzidenz stagniert – und andere Atemwegserkrankungen legen zu. „Der Infektionsdruck ist im Herbst in allen Altersgruppen generell hoch, da auch die Verbreitung von akuten Atemwegsinfektionen durch den häufigeren und längeren Aufenthalt in Innenräumen schlechter zu verhindern ist“, schreibt das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem am Donnerstagabend veröffentlichten Wochenbericht zur Entwicklung der Corona-Pandemie.

Bundesweit sei die Sieben-Tage-Inzidenz vergangene Woche im Vergleich zur Vorwoche gleich geblieben, heißt es. In der Woche zuvor war die Corona-Inzidenz im gleichen Zeitraum noch um 17 Prozent gesunken. Die Zahl der Krankenhausbehandlungen von Menschen mit einer schweren akuten Atemwegsinfektion und COVID-19 ging ebenfalls nicht weiter zurück.
Anna Kipnis
Private Altenpflegeanbieter haben vor einer Lücke bei der staatlichen Finanzierung von Corona-Schnelltests gewarnt. Es sei völlig unverständlich, dass für die Pflegeheime eine gesetzliche Testpflicht bis 7. April 2023 gelte, die Kosten laut Testverordnung aber nur bis zum 28. Februar übernommen werden sollten, erklärte der Arbeitgeberverband Pflege am Donnerstag. Die Bundesregierung müsse das Problem schnell lösen. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) müsse Finanzminister Christian Lindner (FDP) klar machen, dass die Gesundheit der Pflegebedürftigen kein Sparposten sei.

Kostenlose „Bürgertests“ soll es bis ins neue Jahr unter anderem weiterhin vor Besuchen in Kliniken und Pflegeheimen geben. Dies gilt laut einer geänderten Verordnung vorerst befristet bis 28. Februar 2023. Das Infektionsschutzgesetz, das bis 7. April gilt, schreibt eine Testpflicht vor Besuchen in Kliniken und Pflegeheimen vor.
Bild: dpa
Anna Kipnis
China lockert Insidern zufolge seine strikten Corona-Regeln. So solle es bestimmten positiv auf Covid-19 getesteten Menschen erlaubt werden, sich zu Hause in Quarantäne zu begeben, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen am Donnerstag. Dies solle zusammen mit anderen Maßnahmen in den kommenden Tagen veröffentlicht werden. Es wäre eine grundlegende Änderung der strikten Null-Covid-Politik Chinas. Zu Beginn des Jahres wurden ganze Ortsteile oder Städte isoliert, wenn nur eine einzige Corona-Infektion diagnostiziert wurde.

Allerdings dürfen sich nicht alle positiv Getesteten zu Hause unter Quarantäne stellen, sagte ein Insider. Schwangere Frauen, ältere Menschen und Menschen mit Grunderkrankungen seien für eine häusliche Isolierung vorgesehen sowie die in engem Kontakt stehenden Personen, wenn ihre häusliche Umgebung bestimmte Bedingungen erfülle, hieß es.

Die Nationale Gesundheitskommission der Volksrepublik war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.
Bild: AP
Sarah Sendner
In Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bekannten Infektionen um 36.115 auf über 36,4 Millionen. Das sind 1975 Fälle weniger als am Donnerstag vor einer Woche, als 38.090 verzeichnet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 201,9 von 196,7 am Vortag. Das RKI meldet 152 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 157.943.
Sarah Sendner
Nach Protesten gegen die strikten Corona-Maßnahmen hat Chinas Vize-Premierministerin von einem „neuen Stadium der Pandemie“ gesprochen und damit erneut Spekulationen über mögliche Lockerungen ausgelöst. „Da die Omikron-Variante weniger pathogen geworden ist, mehr Menschen geimpft werden und wir mehr Erfahrungen in der Covid-Prävention gesammelt haben, befindet sich unser Kampf gegen die Pandemie in einem neuen Stadium und bringt neue Aufgaben mit sich“, sagte Vize-Premierministerin Sun Chunlan am Mittwoch bei einem Treffen der Nationalen Gesundheitskommission.

Die rigorosen Maßnahmen der Behörden als Reaktion auf die neue Corona-Welle führten am Wochenende zu Protesten in mehreren Millionenmetropolen. Es war die größte öffentliche Demonstration von Unmut in China seit Jahrzehnten. Als Reaktion auf die Versammlungen wurde eine massive Polizeipräsenz auf den Straßen von Peking, Shanghai und anderen Städten mobilisiert, um ein Wiederaufflammen der Demonstrationen zu verhindern.
Sarah Sendner
In China sinkt die Zahl der täglichen Ansteckungen weiter. Die Volksrepublik verzeichnet nach Angaben der Nationalen Gesundheitskommission 36.061 Neuinfektionen nach 37.828 Corona-Fällen am Vortag. 4288 der Fälle seien symptomatisch und 33.540 seien asymptomatische Infektionen, die in China separat gezählt werden. Das Land meldet binnen Tagesfrist keinen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Virus. Die Zahl der Corona-Toten in China verharrt damit bei 5233.
Leonie Tabea Natzel
China hat nach Darstellung des Internationalen Währungsfonds (IWF) noch Spielraum, seine Null-Covid-Politik langsam und sicher anzupassen . Dies würde einen Anstieg des Wirtschaftswachstums im kommenden Jahr ermöglichen, erklärte der Fonds am Mittwoch. IWF-Chefin Kristalina Georgieva hatte am Dienstag von Risiken für die chinesische Konjunktur gesprochen und dabei unter anderem auf die Coronavirus-Pandemie verwiesen. Das strenge Vorgehen der Regierung in Peking mit vergleichsweise langen Lockdowns hat die Konjunktur der zweitgrößten Volkswirtschaft beeinträchtigt. Auf die jüngsten Proteste in der Volksrepublik gegen die Corona-Politik der Regierung ging der IWF am Mittwoch nicht direkt ein.
Timm Seckel
Die südchinesische Stadt Guangzhou hat am Mittwoch die Corona-Bestimmungen gelockert. Das betreffe Vorsorgemaßnahmen und mehrere Stadtbezirke, teilte die Bezirksregierung mit. Der Stadtbezirk Conghua teilte mit, Kinder sollten wieder Präsenzunterricht haben, Kinos und Restaurants würden geöffnet. In Guangzhou waren am späten Dienstagabend die Proteste gegen die Corona-Politik der chinesischen Regierung eskaliert. Es kam zu Zusammenstößen zwischen Demonstrierenden und der Bereitschaftspolizei. Auch in anderen Städten der Volksrepublik wie Shanghai und der Hauptstadt Peking war es bereits mehrfach zu Protestkundgebungen gekommen.

Guangzhou ist eine wichtige Hafenstadt mit vielen Fabriken und liegt nördlich von Hongkong in der Provinz Guangdong, woher viele Wanderarbeiter kommen. Auf Twitter verbreitete Video-Aufnahmen zeigten, wie Bereitschaftspolizei in weißer Schutzbekleidung und mit Schilden über den Köpfen in Formation vorrückten, während sie zugleich mit Gegenständen beworfen wurden. Später waren Polizisten zu sehen, die Menschen in Handschellen abführten. Ein anderes Video zeigte, wie Tränengas eingesetzt wurde und Menschen davonrannten. Wann genau die Aufnahmen gemacht wurden, ließ sich nicht feststellen. Sie stammten aber nachweislich aus dem Stadtteil Haizhu in Guangzhou. In den sozialen Medien hieß es, zu den Zusammenstößen sei es am Dienstagabend gekommen. Auslöser sei Streit wegen der Lockdown-Maßnahmen gewesen.

Die Regierung in Peking verfolgt eine strikte Null-Covid-Politik. Immer wieder wurden strenge und lange Ausgangssperren verhängt. Dies zieht auch die Konjunktur der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft in Mitleidenschaft.
Sarah Sendner
In Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bekannten Infektionen um 43.768 auf über 36,4 Millionen. Das sind 10.478 Fälle mehr als am Mittwoch vor einer Woche, als 33.290 verzeichnet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 196,7 von 190,6 am Vortag. Das RKI meldet 134 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 157.791.
Sarah Sendner
In China sinkt die Zahl der Corona-Fälle. Die Volksrepublik verzeichnet nach Angaben der Nationalen Gesundheitskommission 37.828 Neuinfektionen nach 38.645 Ansteckungen am Vortag. 3624 der Fälle seien symptomatisch. 35021 seien asymptomatische Infektionen, die in China separat gezählt werden. Das Land meldet binnen Tagesfrist keinen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Virus. Die Zahl der Corona-Toten in China verharrt damit bei 5233.
Jana Brüntjen
In Großbritannien sind Schätzungen zufolge mindestens 20 Menschen gestorben, nachdem wegen eines Laborfehlers Zehntausende Corona-Tests fälschlich als negativ angezeigt wurden. Tausende Menschen vor allem in Südwestengland hätten daraufhin ihre Selbstisolation beendet und sich nicht mehr getestet, teilte die Gesundheitsbehörde UKHSA am Dienstag mit. Deswegen hätten sich vermutlich 55.000 Menschen zusätzlich mit dem Virus infiziert. Der Fehler habe dazu geführt, dass die Zahl der Krankenhauseinweisungen schätzungsweise um 680 und die der Todesfälle um gut 20 zugenommen habe. Der Bericht sprach von menschlichem Versagen.

„Jeder fälschlich negative Test hat vermutlich zu mehr als zwei zusätzlichen Infektionen geführt“, hieß es. Betroffen seien rund 39.000 Tests zwischen dem 2. September und 12. Oktober 2021. Insgesamt hatte das private Labor in der Stadt Wolverhampton etwa 400.000 Tests untersucht. Das Unternehmen, das erst im Mai 2020 nach Beginn der Pandemie in Großbritannien registriert worden war, erhielt dafür von der Regierung ohne Ausschreibung einen Vertrag im Wert von 119 Millionen Pfund (137,75 Mio Euro) und später weitere 50 Millionen Pfund für zusätzliche PCR-Tests.
Jana Brüntjen
Bei den Corona-Impfungen in Deutschland sollen zum Jahreswechsel einige organisatorische Neuregelungen kommen . „Die Impfungen laufen durch. Es gibt keine Finanzierungslücke“, sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am Dienstag in Berlin. Geplant sei aber, sie zum 1. Januar generell in den Bereich der Praxen zu überführen , wo schon der allergrößte Teil stattfinde.

Die aktuelle Impfverordnung, die die Organisation und Vergütung unter anderem auch in Impfzentren der Länder regelt, läuft am Jahresende aus.

Bezahlt werden sollen die Impfungen aus Mitteln der gesetzlichen Krankenversicherung, erläuterte Lauterbach - zunächst aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds, ab 7. April dann von den einzelnen Kassen. Mobile Impfteams könnten von den Kassenärztlichen Vereinigungen organisiert werden . Der Impfstoff werde weiterhin vom Bund beschafft und kostenfrei zur Verfügung gestellt.
Jana Brüntjen
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat vor vorschnellen Festlegungen zu weiteren Corona-Lockerungen im Frühjahr etwa im öffentlichen Nahverkehr gewarnt. „Ich werde ja jetzt jeden Tag damit konfrontiert, was sollen wir im April machen, was sollen wir im März machen“, sagte der SPD-Politiker am Dienstag in Berlin. „Das ist so ein Gedrängele, wo es darum geht, wer ist der schnellste Lockerer.“ Er sei in diesem Punkt aber gestimmt wie ein klassischer Arzt: „Ich muss mich mit dem medizinischen Problem beschäftigen, was wir jetzt haben.“ Derzeit gebe es noch um die 1000 Tote pro Woche, volle Krankenhäuser und zu erwarten sei eine Corona-Winterwelle.

„Lassen Sie uns doch erstmal dieses Problem konzentriert lösen und nicht ständig gemischte Signale geben“, mahnte Lauterbach. Es sei „nicht akzeptabel, dass wir in den letzten Monaten einer schweren Pandemie noch einmal viele Leute verlieren, weil die Botschaften, die wir senden, gemischt sind und weil wir die Maßnahmen nicht umsetzen, die so wirkungsvoll sind und uns schon so lange gut dienen.“
Bild: dpa
Tobias Döring
'
Sarah Sendner
In Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bekannten Infektionen um 46.552 auf über 36,4 Millionen . Das sind 4876 Fälle weniger, als am Dienstag vor einer Woche, als 41.676 verzeichnet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 190,6. Das RKI meldet 162 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 157.657.
Leonie Tabea Natzel
China verzeichnet nach Angaben der Nationalen Gesundheitskommission 38.645 neue Corona-Infektionen nach 40.347 Ansteckungen am Vortag. 3822 der Fälle seien symptomatisch. 36.525 seien asymptomatische Infektionen, die in China separat gezählt werden. Das Land meldet binnen Tagesfrist keinen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Virus. Die Zahl der Corona-Toten in China verharrt damit bei 5233.
Gökay Gürsoy
Die Verkehrsminister von Bund und Ländern beraten am Dienstag über die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen. Bremen als Vorsitzland hat den Antrag eingereicht, die Maskenpflicht im ÖPNV bundesweit zur Einführung des vorgesehenen Deutschlandtickets Anfang März abzuschaffen - falls die Pandemielage dies zulässt. Angestrebt wird ein einheitliches Vorgehen der Länder.

Die digitale Konferenz beginnt am Nachmittag. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hatte als Ziel für die Einführung des neuen Deutschlandtickets Anfang 2023 genannt. Es soll der Nachfolger des 9-Euro-Tickets aus dem Sommer sein. Ein Starttermin bereits im Januar gilt aber zunehmend als unwahrscheinlich. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen geht inzwischen von einem Start am 1. Mai aus, wie Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff der „Frankfurter Allgemeinen“ am Dienstag sagte.
Gökay Gürsoy
Die Bundesregierung steht mit China in Kontakt zur Frage des Einsatzes vom Biontech-Impfstoff gegen das Coronavirus in dem Land. Das bestätigten sowohl Regierungssprecher Steffen Hebestreit und ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Montag in Berlin. Beim Besuch von Kanzler Olaf Scholz in Peking war vereinbart worden, dass der Biontech-Impfstoff in China zumindest für die dort lebenden Ausländer eingesetzt werden kann. Von Biontech war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Die Proteste in China gegen die Null-Covid-Strategie der Regierung beobachte man sehr genau, sagt der Regierungssprecher. In China gibt es seit Tagen Proteste gegen strikte Kontakteinschränkungen, die ganze Stadtteile betreffen können. Die Zahl der Infektionen steigt dennoch seit Tagen.
Leonard Frick
Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Samstagmorgen mit 189,5 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche bei 190,8 gelegen (Vorwoche: 192,0; Vormonat: 528,0). Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 24.687 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 25 328) und 107 Todesfälle (Vorwoche: 203) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 36.373.164 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.
Leonard Frick
'
Sarah Sendner
China verzeichnet nach Angaben der Nationalen Gesundheitskommission mit 40.347 neuen Fällen die höchste Zahl an Neuinfektionen binnen Tagesfrist seit dem Ausbruch der Pandemie . Am Vortag waren es 39.791 Ansteckungen. 3709 der Fälle seien symptomatisch, 36.082 seien asymptomatische Infektionen, die in China separat gezählt werden. Das Land meldet binnen Tagesfrist keinen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Virus. Die Zahl der Corona-Toten in China verharrt damit bei 5233.
Leonie Tabea Natzel
In Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bekannten Infektionen um 30.016 auf über 36,3 Millionen. Das sind 2429 Fälle mehr, als am Freitag vor einer Woche, als 27.587 verzeichnet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 190,8 von 186,9 am Vortag. Das RKI meldet 274 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 157.388.
Tobias Döring
Der abnehmende Trend bei den gemeldeten Corona-Fällen in Deutschland hat sich laut Robert Koch-Institut (RKI) nochmals fortgesetzt. Bundesweit sei die Sieben-Tage-Inzidenz vergangene Woche im Vergleich zur Woche davor erneut um 17 Prozent gesunken, heißt es im RKI-Wochenbericht zur Entwicklung der Corona-Pandemie von Donnerstagabend. Die meisten Ergebnisse beziehen sich auf die vergangene Woche. Die höchsten Inzidenzen betrafen demnach Menschen über 90 Jahren, für die auch der geringste Rückgang der Inzidenzwerte seit der Woche davor vermerkt wurde.

Die Zahl der Krankenhausbehandlungen wegen Covid-19 ging laut Bericht ebenfalls weiter zurück . Auch auf den Intensivstationen im Land wurden demnach weniger Schwerkranke mit dem Virus behandelt. Zudem berichtet das RKI von einem Rückgang der Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen. Der Rückgang der Erkrankungszahlen zeige sich seit Mitte Oktober, hieß es.

In den kommenden Wochen sei aber saisonal bedingt mit einer hohen Zahl an respiratorischen Erkrankungen generell zu rechnen, hieß es auch. „Insbesondere die Positivenrate und die Zahl der Erkrankungen durch Influenza zeigen einen deutlich steigenden Trend, zudem führen RSV-Infektionen insbesondere bei Kleinkindern vermehrt zu Erkrankungen und Krankenhauseinweisungen.“

Loading...

Julius Fintelmann
Ein Impfschaden nach einer Corona-Impfung in einer Schule ist einem Gerichtsurteil zufolge für eine Lehrerin nicht als Dienstunfall zu werten . Das Verwaltungsgericht in Hannover wies am Donnerstag die Klage einer 62 Jahre alten Förderschullehrerin ab, die auf die Anerkennung eines Dienstunfalls geklagt hatte. Die Lehrerin war Ende März 2021 von einem mobilen Impfteam in ihrer Schule mit dem Impfstoff des Herstellers Astrazeneca gegen das Coronavirus geimpft worden. Etwa eine Woche später erlitt sie „schwerste körperliche Schäden, deren Folgen weiterhin andauern“, teilte das Gericht mit.

Nach Ansicht der Klägerin sollte der Impfschaden als Dienstunfall anerkannt werden, da die Impfaktion in der Schule eine von ihrem Dienstherren, dem Land Niedersachsen, angebotene und zu verantwortende „dienstliche Veranstaltung“ gewesen sei. Das Gericht folgte dieser Argumentation nicht. Die Kammer erklärte, das Land als Dienstherr habe mit der Schule zwar die Räume für das Impfteam zur Verfügung gestellt, die Impfaktion aber nicht selbst organisiert . Zuständig war die Region und die Stadt Hannover als Trägerinnen des Impfzentrums.
Anna Kipnis
Die Kostenübernahme für die Bürgertests soll nun über den 25. November hinaus bis Ende Februar 2023 verlängert werden, allerdings in deutlich abgespeckter Form. Lesen Sie hier die Einzelheiten:
Anna Kipnis
Ein neuer Rekord bei den Corona-Neuinfektionen verdüstert in China die Aussichten für die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft. Die Nationale Gesundheitskommission meldete für Mittwoch 31.444 neue lokale Fälle und damit die höchste Zahl an Neuinfektionen binnen Tagesfrist seit dem Ausbruch der Pandemie.

Der bisherige Rekord wurde Mitte April mit 29.317 lokalen Fällen verzeichnet. Die Volksrepublik meldete einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Virus, wodurch sich die Zahl der Corona-Toten in China auf 5232 erhöht. "Wir glauben, dass eine Wiedereröffnung wahrscheinlich ein langwieriger Prozess mit hohen Kosten sein wird", erklärten die Analysten des japanischen Finanzinstituts Nomura.

Lesen Sie hier mehr:
Anna Kipnis
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) rechnet mit steigenden Corona-Infektionszahlen im Winter . „Ich glaube, dass wir noch einmal eine Winterwelle bekommen werden“, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag im Bayerischen Rundfunk. Er verstehe daher die Eile der Bundesländer bei den Lockerungen nicht. „Jetzt gibt es hier einen Überbietungswettbewerb: Welches Land kann zuerst lockern? Das ist ein Stück weit populistisch.“ Zudem gefährde es diejenigen, die sich selbst nicht gut schützen könnten, sagte Lauterbach.

Er verwies auf rund 1000 Menschen, die pro Woche mit dem Coronavirus sterben und eine unerwartet hohe Übersterblichkeit im Oktober . Die Überlegung Bayerns und Schleswig-Holsteins, in wenigen Wochen die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr abzuschaffen, kritisierte der SPD-Politiker. Einer solchen „leichtsinnigen“ Entscheidung werde man sich nicht anschließen. Mehrere Bundesländer haben zudem Isolationspflichten für Corona-Infizierte aufgehoben.
Karl Lauterbach Bild: Imago
Leonie Tabea Natzel
Für eine Entwarnung in der Corona-Pandemie ist es nach Ansicht von Gesundheitsminister Lauterbach noch zu früh .

Ich glaube, dass wir noch einmal eine Winterwelle bekommen werden.

Das sagt der SPD-Politiker dem Radiosender BR24. Er verstehe deshalb die Eile der Bundesländer bei den Lockerungen nicht. Das gefährde diejenigen, die sich selbst nicht gut schützen könnten. Er verwies auf 1000 Corona-Tote pro Woche und eine unerwartet hohe Übersterblichkeit im Oktober. Die Überlegung Bayerns und Schleswig-Holsteins, in wenigen Wochen die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr abzuschaffen, bezeichnet er als „leichtsinnige“ Entscheidung, der man sich nicht anschließen werde. Der Minister will im Fernverkehr mindestens bis zum Auslaufen des Infektionsschutzgesetzes am 7. April 2023 an der Maskenpflicht festhalten.
Leonie Tabea Natzel
In Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bekannten Infektionen um 38.090 auf über 36,3 Millionen. Das sind 4784 Fälle mehr, als am Donnerstag vor einer Woche, als 33.306 verzeichnet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 186,9 von 117,9 am Vortag. Das RKI meldet 163 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 157.114.
Anne Schwedt
Trotz strenger Eindämmungsmaßnahmen sind in China die Corona-Fallzahlen auf den höchsten Wert des Jahres gestiegen. Die Pekinger Gesundheitskommission meldete am Donnerstag landesweit 31.444 neue Infektionen. Damit wurde der bisherige Höchstwert vom Frühjahr überboten.

Einhergehend mit den seit Wochen steigenden Infektionszahlen ist es in chinesischen Städten zuletzt auch wieder zu immer mehr Einschränkungen im Alltag gekommen. Zwar hatte die Regierung vor kurzem einige Corona-Regeln angepasst und unter anderem die Dauer der Quarantäne bei Einreise nach China von zehn auf acht Tage verkürzt. Doch kann von einer nachhaltigen Lockerung keine Rede sein.

In fast allen Großstädten wurden zuletzt neue Maßnahmen verhängt: In der Hauptstadt Peking sind Schulen, Kindergärten und Geschäfte geschlossen . Menschen wurden aufgefordert, sich möglichst nicht in der Öffentlichkeit aufzuhalten. In der südchinesischen Metropole Guangzhou befinden sich mehrere Bezirke der Stadt komplett im Lockdown. Shanghai kündigte derweil an, dass Reisende, die in die Stadt kommen, für fünf Tage nicht in Restaurants oder Geschäfte dürfen. Die Mega-Metropole Chongqing lässt Menschen nur noch in dringenden Fällen und mit einem negativen Corona-Test ausreisen. Die Lage wirkt zunehmend unübersichtlich.
Marc Renner
Anna Kipnis
Der Virologe Christian Drosten sieht einem Medienbericht zufolge in der raschen Abfolge der jüngsten Corona-Wellen ein Anzeichen für ein baldiges Ende der Corona-Pandemie . Ob der nächste Winter jedoch noch einmal hart werde, hänge davon ab, welche Omikron-Variante des Virus sich durchsetze, zitiert „Die Zeit“ Drosten: „Gerade nehmen gleich zwei Omikron-Varianten Anlauf: BF.7 und BQ.1.1. BF.7 wäre der bessere Fall, diese Variante ist BA.5 sehr ähnlich, gegen das ein Großteil der Bevölkerung bereits immun ist.

Es käme dann eine sanfte Winterwelle.“ Mit BF.7 wäre man „im endemischen Zustand angekommen“. Bei BQ.1.1 wäre das aber „noch nicht so klar festzustellen, denn hier gibt es zusätzliche Immunflucht“. Das Virus könne dem Immunsystem von bereits Infizierten oder Geimpften besser entkommen. Und tatsächlich hole BQ.1.1 gerade in mehreren europäischen Ländern auf. „Wenn es dominant wird, könnte der Winter noch einmal schwierig werden.“
Tom Körkemeier
In China stellen steigende Corona-Infektionszahlen Pläne für eine Wiedereröffnung der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt weiter infrage. Die Behörden meldeten für Dienstag 28.883 neue lokale Fälle nach 27.899 am Vortag und damit nahe der Tageshöchstwerte vom April. Vielerorts wurden die Maßnahmen verschärft, um weitere Infektionen zu verhindern.
In Shanghai wurde der zweite Tag des Autogipfels China Automotive Overseas Development Summit abgesagt . In der Stadt dürfen Einreisende innerhalb von fünf Tagen nach ihrer Ankunft keine Einkaufszentren und Restaurants betreten. In Peking, wo mit 1486 Fällen ein weiterer Tageshöchststand erreicht wurde, bleiben Einkaufszentren, Restaurants, Museen und Parks weitgehend geschlossen.
Tom Körkemeier
Beim Apple-Zuliefer Foxconn kommt es Medienberichten zufolge i n China erneut zu Unruhen wegen der Arbeitsbedingungen infolge der Corona-Maßnahmen. Videos in den sozialen Medien zeigten am Mittwoch mehr als hundert Menschen, die im Werk in der chinesischen Industriestadt Zhengzhou Absperrungen niederrissen und mit Personen in Schutzanzügen aneinandergerieten. Sie gaben sich als Foxconn-Mitarbeiter aus.

Einige Videos zeigten Beschäftigte, die sich über die ihnen zur Verfügung gestellten Lebensmittel beschwerten, andere sagten, sie hätten die zugesagten Sonderzahlungen nicht erhalten. Reuters konnte die Authentizität der Videos zunächst nicht unabhängig überprüfen. Foxconn reagierte nicht sofort auf eine Anfrage zur Stellungnahme.

Das Werk in Zhengzhou ist für 70 Prozent der weltweiten iPhone-Produktion verantwortlich und beschäftigt rund 200.000 Arbeiter.
'
Leonie Tabea Natzel
In Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bekannten Infektionen um 33.290 auf über 36,2 Millionen. Das sind 5320 Fälle weniger, als am Mittwoch vor einer Woche, als 38.610 verzeichnet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 117,9 von 183,2 am Vortag. Das RKI meldet 139 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 156.951.
Leonie Tabea Natzel
China verzeichnet nach Angaben der Nationalen Gesundheitskommission 29.157 neue Corona-Infektionen nach 28.127 Ansteckungen am Vortag. 2719 der Fälle seien symptomatisch. 26.438 seien asymptomatische Infektionen, die in China separat gezählt werden. Das Land meldet binnen Tagesfrist keine weiteren Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Die Zahl der Corona-Toten in China verharrt damit bei 5231.
Jana Brüntjen
Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat erstmals über die Rechtmäßigkeit früherer Corona-Schutzverordnungen aus der Anfangszeit der Pandemie entschieden. Die obersten deutschen Verwaltungsrichter stuften am Dienstag die sächsischen Kontaktbeschränkungen mit der Schließung von Gastronomiebetrieben und Sportstätten aus dem April 2020 (Az.: 3 CN 1.21) als rechtmäßig ein. Die damals in Bayern geltende strenge Ausgangssperre sei jedoch zu weitgehend und damit nicht verhältnismäßig gewesen, so der 3. Senat (Az.: 3 CN 2.21). Die Bundesrichter bestätigten damit vorhergehende Urteile des sächsischen Oberverwaltungsgerichts und des bayerischen Verwaltungsgerichtshofs.

Der 3. Senat setzte sich auch mit der umstrittenen Frage auseinander, ob das Infektionsschutzgesetz in der damals geltenden Fassung eine ausreichende Grundlage für derart drastische Grundrechtseingriffe war. Die Bundesrichter bejahten dies.
Timm Seckel
China verschärft im Kampf gegen das Coronavirus seine Maßnahmen weiter. In der Hauptstadt Peking wurden am Dienstag Parks, Einkaufszentren sowie Museen geschlossen. Ab dem 24. November sei ein negativer PCR-Test nötig, um öffentliche Gebäude wie Einkaufszentren, Hotels oder Regierungsgebäude zu betreten , kündigte der Sprecher der Pekinger Regierung, Xu Hejian, an. In weiteren Großstädten wurden wieder Massentests angeordnet. Insgesamt meldete China 28.127 lokal übertragene Neuinfektionen, davon 634 in Peking. Die meisten Fälle traten in der südchinesischen Stadt Guangzhou und im Bezirk Chongqing im Südwesten des Landes auf. Zwei weitere Menschen starben in Zusammenhang mit dem Virus. Am Wochenende hatte es drei Todesfälle gegeben – die ersten seit Mai.

China hatte erst kürzlich die Vorgehensweise bei seiner strikten Null-Covid-Politik geändert, um die Wirtschaft nicht mehr so stark zu belasten und den Frust in der Bevölkerung zu minimieren. So sollten Städte gezieltere Maßnahmen und eine Abkehr von den weit verbreiteten Lockdowns und Kontrollen einleiten. Die jüngste Welle stellt dies jedoch auf die Probe. Investoren reagierten nervös auf die Entwicklung, da sie einen weiteren Konjunkturdämpfer befürchten. Nach Einschätzung von Experten ist für eine vollständige Wiedereröffnung Chinas vor allem eine massive Auffrischung der Impfungen nötig. Die Volksrepublik setzt bisher nur Impfstoffe aus heimischer Entwicklung und Produktion ein.
Leonie Tabea Natzel
In Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bekannten Infektionen um 41.676 auf über 36,2 Millionen. Das sind 5503 Fälle weniger, als am Dienstag vor einer Woche, als 47.179 verzeichnet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 183,2. Das RKI meldet 199 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 156.812.
Leonie Tabea Natzel
China verzeichnet nach Angaben der Nationalen Gesundheitskommission 28.127 neue Corona-Infektionen nach 27.095 Ansteckungen am Vortag. 2225 der Fälle seien symptomatisch. 25.902 seien asymptomatische Infektionen, die in China separat gezählt werden. Zwei weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Die Zahl der Corona-Toten liegt in China damit jetzt bei 5231.
Leonie Tabea Natzel
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach verlängert die Kostenübernahme des Bundes für Corona-Bürgertests über den 25. November hinaus bis zu Ende Februar 2023 - allerdings in deutlich abgespeckter Form . Das geht aus dem Entwurf der Testverordnung hervor, der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Danach übernimmt der Bund nur noch die Kosten für die Antigen-Schnelltests, die etwa für Personal in medizinischen Einrichtungen anfallen, für Besucher von Krankenhäusern, Rehabilitations- und Pflegeeinrichtungen sowie Personen, die in ambulanten Pflegediensten tätig sind, heißt es in der Verordnung. Kostenlos soll der Test auch bleiben, wenn man sich aus einer Isolierung wegen einer Covid-Erkrankung freitesten will.
Tobias Döring
Bürgerinnen und Bürger in Deutschland sollen sich vorerst weiter wie bisher auf Corona testen lassen können. „Die Testverordnung wird fortgeführt“, hieß es am Montag aus dem Bundesgesundheitsministerium in Berlin. Die Finanzierung sei bis Ende Februar gesichert . Dies schaffe die Voraussetzung für eine nahtlose Weiterversorgung. Die aktuelle Regelung der staatlichen Finanzierung der Tests endet am 25. November. Über eine Anschlussverordnung waren in den vergangenen Tagen Abstimmungen in der Regierung gelaufen.

Aus der mitregierenden FDP waren Forderungen nach einem Ende der Milliardenzahlungen für Bürgertests gekommen . Seit einer Neuregelung im Sommer gibt es kostenlose Bürgertests nur noch für bestimmte Risikogruppen. In der Regel sind drei Euro aus eigener Tasche pro Schnelltest fällig: etwa vor Konzertbesuchen, größeren Familienfesten oder Besuchen bei älteren Menschen.
Tobias Döring
Die Zahl der neuen Coronainfektionen in China ist auf den höchsten Stand seit dem Lockdown in Shanghai im April dieses Jahres gestiegen. Am Sonntag verzeichnete die Nationale Gesundheitskommission 27.095 neue Fälle. Damit wächst auch die Angst vor neuen Lockdowns.
Marc Renner
Der Vorstand der Stiftung Patientenschutz , Eugen Brysch, hat das Ende der einrichtungsbezogenen Impfpflicht für Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen begrüßt . „Die Impfung schützt vor schweren Krankheitsverläufen und Tod, aber nicht vor Weitergabe des Virus“, sagte Brysch dem Handelsblatt. „Deshalb lief die einrichtungsbezogene Impfpflicht von Anfang an ins Leere.“ Viele Bundesländer und Gesundheitsämter hätten das erkannt und Sanktionen herausgezögert. „Deshalb ist es eine vernünftige Entscheidung, die Teil-Impfpflicht auslaufen zu lassen“, sagte Brysch. „Darüber hinaus sollten in den letzten sechs Wochen des Jahres keine Zwangsmaßnahmen gegen Nichtgeimpfte vollstreckt werden.“

Das Bundesgesundheitsministerium hatte am Montag mitgeteilt, die gesetzliche Grundlage für die einrichtungsbezogene Impfpflicht nicht verlängern zu wollen und dies mit der sich ausbreitenden und als noch ansteckender geltenden Subvariante BQ.1.1. begründet. Die einrichtungsbezogene Impfpflicht läuft Ende des Jahres aus.
Anna Kipnis
Das Gesundheitsministerium warnt vor zu frühzeitigen Lockerungen in der Corona-Pandemie. Die Zahl der Ansteckungen werde im Winter zunehmen, heißt es aus dem Ministerium. Es gebe „keine Grundlage für Lockerungen“.

Auch die von einigen Bundesländern beschlossene Aussetzung der Isolierungspflicht von Infizierten sei der falsche Weg. Es werde keine Änderung des Infektionsschutzgesetzes und bei der Maskenpflicht in Bus und Bahnen geben.
Anna Kipnis
Vor dem Hintergrund steigender Corona-Zahlen haben zwei der größten Städte in China am Montag weitere Einschränkungen angekündigt. Peking forderte die Menschen in der Hauptstadt auf, Kontakte möglichst zu reduzieren. Zahlreiche Einkaufszentren, Schulen und Kindergärten blieben geschlossen. Restaurants durften in großen Teilen der Stadt nur noch Essen zum Mitnehmen anbieten. Peking befinde sich in der schwierigsten Lage seit dem Beginn der Pandemie, sagte Liu Xiaofeng, Vizedirektor der Pekinger Seuchenschutzbehörde.

Die südchinesische Metropole Guangzhou verhängte derweil einen Lockdown über den größten Stadtbezirk Baiyun. Die 3,7 Millionen Bewohner durften ihre Wohnungen nur noch nach Vorlage eines negativen Corona-Tests verlassen. Auch wurde der öffentliche Nahverkehr ausgesetzt. Die Maßnahmen sollten zunächst bis Freitag andauern.

Peking meldete am Montag mehr als 600 neue Infektionen. In Guangzhou, der seit Wochen am schwersten betroffenen Stadt des Landes, kamen rund 9000 Corona-Fälle hinzu. Landesweit wurden etwa 27.000 Infektionen gemeldet.

Während der Rest der Welt versucht, mit dem Virus zu leben, verfolgt China unverändert eine strikte Null-Covid-Strategie mit Lockdowns, täglichen Massentests, strenger Kontrolle, Kontaktverfolgung und Zwangsquarantäne. Trotzdem hat die Zahl der Neuinfektionen zuletzt stark zugenommen, weil sich neue Omikron-Varianten leichter verbreiten. Zwar hatten die Behörden zuletzt eine Entschärfung der Regeln angekündigt, doch die Lage im Land erschien zuletzt zunehmend unübersichtlich.
'
Sarah Sendner
China verzeichnet nach Angaben der Nationalen Gesundheitskommission 27.095 neue Corona-Infektionen nach 24.435 Ansteckungen am Vortag. 2365 der Fälle seien symptomatisch. 24.730 seien asymptomatische Infektionen, die in China separat gezählt werden. In Peking starben zwei weitere Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Am Wochenende wurde erstmals seit Mai ein Todesfall bekannt. Die Zahl der Corona-Toten liegt in China damit jetzt bei 5229. In der chinesischen Millionenmetropole Guanghzou befindet sich nun auch der Bezirk Baiyun nach einem sprunghaften Anstieg der Infektionszahlen ab Montag in einem fünftägigen Lockdown.
Sarah Sendner
Der Regierungschef der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong, John Lee, ist offiziellen Angaben zufolge nach seiner Rückkehr vom APEC-Gipfel in Thailand positiv auf Corona getestet worden. Lee werde während der Isolation von zu Hause aus arbeiten, teilt die Regierung mit. Bei dem Forum der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftskooperation traf Lee auch den chinesischen Präsidenten Xi Jinping.
Maximilian Kisters
China verzeichnet nach Angaben der Nationalen Gesundheitskommission 24.435 neue Corona-Fälle . Am Vortag lag die Zahl der Neuinfektionen mit 24.473 noch leicht höher gelegen. 2267 der Infektionen verliefen demnach symptomatisch, 22.168 ohne Symptome. In Peking starb ein 87-Jähriger an oder mit Covid, der erste Todesfall in China seit Ende Mai . Die Zahl der Corona-Toten liegt in China damit jetzt bei 5227.
Gökay Gürsoy
Die FDP im Bundestag fordert ein bundesweites Ende der Isolationspflichten für Corona-Infizierte. „Wir brauchen keine staatlich fixierte Isolationspflicht“, sagte der FDP-Gesundheitspolitiker Andrew Ullmann am Samstag im Deutschlandfunk. Bayern, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein hatten die Isolationspflicht kürzlich bereits aufgehoben, Hessen folgt voraussichtlich am Mittwoch. Ullmann sagte: „Bayern, Baden-Württemberg und Schleswig Holstein machen es richtig.“

Das heiße nicht, dass es ein Verbot zur Isolation oder Krankschreibung gebe, sagte Ullmann weiter. Erkrankte Menschen sollten sich krankschreiben lassen und zu Hause bleiben. Habe ein Beschäftigter eines Krankenhauses, der mit immungeschwächten Personen arbeite, einen positiven Test, so habe er dort nichts zu suchen. „Aber das sind Einzelentscheidungen , die getroffen werden können und müssen nicht vom Staate her fixiert sein“, sagte der FDP-Politiker.

Auf die Frage, ob er von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) nun ein Ende der Isolationspflicht in Deutschland fordern wolle, sagte Ullmann: „Wir wollen die Diskussion anstoßen.“ Das Infektionsschutzgesetz sehe zwar vor, dass die entsprechenden Regelwerke bis zum April gelten. Doch angesichts positiver Veränderungen müsse die Ampel über allgemeine Basismaßnahmen nachdenken.
Anne Schwedt
In Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bekannten Infektionen um 25.328 auf über 36,2 Millionen. Das sind 3041 Fälle weniger, als am Samstag vor einer Woche, als 28.369 verzeichnet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 192,0 von 194,3 am Vortag. Das RKI meldet 203 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 156.613.
Anne Schwedt
China verzeichnet nach Angaben der Nationalen Gesundheitskommission 24.473 neue Corona-Infektionen nach 25.353 Ansteckungen am Vortag. 2137 der Fälle seien symptomatisch. 22.336 seien asymptomatische Infektionen, die in China separat gezählt werden. Wie am Vortag wurden im Zusammenhang mit dem Virus keine neuen Todesfälle gemeldet. Zahl der Toten verharrt demnach bei 5226.
Anne Schwedt
Nach der Aufhebung von Isolationspflichten in mehreren Bundesländern hat der Deutsche Städte- und Gemeindebund vor einem Flickenteppich der Corona-Maßnahmen gewarnt. „Bürgerinnen und Bürger müssen klar kommuniziert bekommen, welche Regelungen in welchen Bereichen gelten“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundes, Gerd Landsberg, der „Rheinischen Post“ (Samstag). „Dabei können wir uns keinen Flickenteppich unterschiedlicher Vorschriften oder Freiheiten leisten. “ Landsberg warnte vor einem Akzeptanzverlust und mahnte eine Verständigung von Bund und Ländern auf einheitliche Maßnahmen an.

Bayern, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein haben die Isolationspflicht vergangene Woche aufgehoben, Hessen folgt am Mittwoch.
Anne Schwedt
Mitten in der wichtigen Schlussphase bei der Weltklimakonferenz in Ägypten ist der US-Klimabeauftragte John Kerry positiv auf Corona getestet worden . Er habe sich isoliert und habe leichte Symptome, teilte seine Sprecherin am Freitagabend mit. Kerry sei vollständig gegen das Coronavirus geimpft und habe auch eine Booster-Impfung erhalten. „Er arbeitet telefonisch mit seinem Team an Verhandlern sowie ausländischen Amtskollegen, um ein erfolgreiches Ergebnis der COP27 sicherzustellen.“

Als ranghöchster Vertreter der USA, die mit China und der EU zu den größten Verursachern klimaschädlicher Emissionen zählen, ist Kerry bei der Konferenz eine entscheidende Figur. Die Klimakonferenz im ägyptischen Scharm el Scheich ging am Freitagabend bereits in die Verlängerung. In den letzten Tagen und Stunden verhandeln Teilnehmer oft bis tief in die Nacht, um sich bei strittigen Fragen zu Maßnahmen gegen die Erderwärmung oder etwa neuen Finanzmitteln einig zu werden.
Anne Schwedt
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will im Zuge der von ihm geplanten Krankenhausreform auch Verbesserungen für die Versorgung von unter den Spätfolgen einer Corona-Infektion leidenden Menschen auf den Weg bringen. Durch die Reform solle etwa der Aufbau von Long Covid-Spezialambulanzen gefördert werden, sagte Lauterbach am Freitag in einer Videobotschaft während eines Long-Covid-Kongresses in Jena. Diese Ambulanzen würden speziell für die Versorgung komplexer Fälle benötigt. „Dafür haben wir noch nicht ausreichend die Strukturen.“
Anna Kipnis
Der Impfstoff von Biontech und Pfizer für die Omikron-Variante des Coronavirus wirkt auch gegen die Untervariante BQ.1. 1. Dies ergibt sich aus Testergebnissen, die die beiden Pharmafirmen veröffentlicht haben.

Die Zahl der produzierten Antikörper bei älteren Erwachsenen liege höher als beim ursprünglichen Vakzin. BQ.1.1 wird für etwa ein Viertel der Infektionen in den USA verantwortlich gemacht. Biontech und Pfizer teilten außerdem mit, dass der Booster auch gegen neuere Untervarianten wie BA.4.6, BA.2.75.2 und XBB.1 wirke. Die an Omikron angepassten Impfstoffe sind in den USA bereits zugelassen.
Corona-Impfstoff Bild: dpa
Anna Kipnis
Die südchinesische Metropole Guangzhou will im Kampf gegen das Coronavirus seine Quarantäne-Kapazitäten um eine weitere Viertelmillion Plätze erhöhen. Wie die chinesische Staatszeitung „Global Times“ am Donnerstag berichtete, sollen die 246 407 Betten in provisorischen Krankenhäusern und anderen speziellen Quarantäne-Einrichtungen bereitgestellt werden.

Während der Rest der Welt versucht, mit dem Virus zu leben, verfolgt China unverändert eine strikte Null-Covid-Strategie mit Lockdowns, täglichen Massentests, strenger Kontrolle, Kontaktverfolgung und Zwangsquarantäne. Trotzdem hat die Zahl der Neuinfektionen gerade in den vergangenen Wochen wieder stark zugenommen.

Die jüngste Welle trifft Guangzhou besonders hart. Die Behörden meldeten dort am Freitag 9244 neue Infektionen. Im Volk wächst der Unmut über die andauernden strengen Maßnahmen. Am Montag war es in der Stadt zu gewaltsamen Protesten gekommen. Eingesperrte Wanderarbeiter rissen zahlreiche Barrikaden nieder. Landesweit meldeten die Behörden am Freitag knapp 25 000 neue Corona-Fälle - der höchste Wert seit einem halben Jahr.
Bild: AP
Anna Kipnis
Die Isolationspflicht für Corona-Infizierte in Hessen fällt voraussichtlich ab kommenden Mittwoch weg. Anfang nächster Woche wolle das Kabinett einen entsprechenden Beschluss fassen, teilte die Staatskanzlei am Freitag mit. Die Pflicht für positiv Getestete, sich zu isolieren, entfalle damit. Dafür müssten sich Corona-Infizierte an andere Schutzmaßnahmen halten, wie etwa eine Maskenpflicht in Innenräumen. Auch in anderen Bundesländern wie etwa Bayern und Baden-Württemberg ist die Isolationspflicht bereits weggefallen.

Das hessische Sozialministerium hatte den Schritt bereits angekündigt. Viele Menschen in Deutschland seien geimpft oder hätten eine Infektion durchgemacht, hieß es zur Begründung. Zudem wurde auf die zurückgehenden Infektionszahlen verwiesen.
Bild: dpa
Anna Kipnis
In der Debatte um weitere Corona-Schutzvorkehrungen rückt auch die staatliche Finanzierung von Tests wieder in den Blick. Die aktuellen Regelungen des Bundes gelten noch bis 25. November. Über eine Anschlussverordnung laufen derzeit Abstimmungen in der Regierung, wie das Gesundheitsministerium am Freitag auf Anfrage in Berlin mitteilte. Nähere Angaben wurden vorerst nicht gemacht.

Nach einem Bericht der „Welt“ (Freitag) sieht ein Entwurf eine weitere Finanzierung von Corona-Bürgertests bis April 2023 vor. Der FDP-Haushaltsexperte Karsten Klein sagte der Zeitung: „Es gibt keinen Grund mehr, anlasslose Bürgertests durch den Bund zu finanzieren.“ Es stehe den Ländern frei, eigene Testmaßnahmen zu beschließen und selbst zu finanzieren. Der Unions-Gesundheitsexperte Tino Sorge (CDU) sagte, sinnvoller sei, sensible Bereiche gezielt bei Testungen zu unterstützen, etwa Pflegeheime und Kliniken.
Grünen-Fraktionsvize Maria Klein-Schmeink verteidigte dagegen weitere Bürgertests. „Sie ausgerechnet vor dem Winter wegfallen zu lassen, wäre unklug“, sagte sie der „Welt“. Die SPD-Gesundheitspolitikerin Heike Baehrens sagte der Zeitung, man dürfe nicht nachlassen, alles dafür zu tun, dass vulnerable Gruppen weiter geschützt werden. Bürgertests seien hierfür „ein unverzichtbares Instrument“.

Gratis sind „Bürgertests“ seit einer Neuregelung im Sommer noch für bestimmte Risikogruppen. In der Regel sind drei Euro aus eigener Tasche pro Schnelltest fällig: etwa vor Konzertbesuchen in Innenräumen, vor größeren Familienfesten, Besuchen bei älteren Menschen oder nach Risikokontakten bei einer Warnung auf der Corona-App. Beim Bund schlagen für die Finanzierung Milliardenausgaben zu Buche. Die Testverordnung regelt auch Kostenübernahmen für PCR-Labortests.
Anna Kipnis
China lockert seine rigiden Corona-Vorschriften weiter. Die Beschränkungen für den Zutritt zu Kinos und Veranstaltungen wie Konzerte oder Musikfestivals würden in Gebieten mit geringem Risiko und ohne Ausbrüche aufgehoben, wie das Ministerium für Kultur und Tourismus in Peking mitteilt.

Entsprechend überarbeitete Leitlinien wurden an Reisebüros, Unterhaltungs- und Veranstaltungsorte übermittelt. Die örtlichen Verwaltungen sollten ihre Präventions- und Kontrollmaßnahmen verbessern und Unterhaltungseinrichtungen nicht nach Belieben schließen, hieß es.
Anna Kipnis
In die Erforschung von Long Covid und die Behandlung Erkrankter muss in Deutschland nach Einschätzung von Medizinern deutlich mehr investiert werden. „Bisher ist das viel zu wenig“, sagte der Vizevorsitzende des Ärzte- und Ärztinnenverbands Long Covid, Daniel Vilser, der Deutschen Presse-Agentur.

Nötig seien der Aufbau von weiteren Forschungskapazitäten und von mehr Behandlungs- und Versorgungszentren, in die Ärzte Erkrankte überweisen könnten. Diese Einrichtungen müssten finanziell auch besser ausgestattet werden. Zudem müsse die Aus- und Weiterbildung von Medizinern zu Long Covid verbessert werden.


Einen allgemeingültigen Therapieansatz gibt es wegen der höchst unterschiedlichen Symptome bisher noch nicht. Verzweifelte Erkrankte probierten deshalb viele experimentelle, teils kostspielige Therapien aus, deren Wirksamkeit nicht unabhängig nach wissenschaftlichen Standards nachgewiesen sei, sagte Vilser. „Das sehen wir kritisch.“

Problem sei zudem die ärztliche Grundversorgung von Long-Covid-Patienten. Angesichts der diffusen und vielfältigen Symptome sei eine sehr zeitaufwendige Diagnostik nötig. Dies sei von niedergelassenen Haus- und Kinderärzten, bei denen die Mehrzahl der Patienten zuerst landeten, gar nicht zu leisten. Zu dem Kongress in Jena haben sich bislang mehr als 1000 Teilnehmende angemeldet.
Long-Covid-Patienten Bild: dpa
Anne Schwedt
In Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bekannten Infektionen um 27.587 auf über 36,18 Millionen. Das sind 6116 Fälle weniger, als am Freitag vor einer Woche, als 33.703 verzeichnet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 194,3 von 199,2 am Vortag. Das RKI meldet 218 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 156.410.
Marc Renner
Der abnehmende Trend bei den gemeldeten Corona-Fällen in Deutschland hat sich laut Robert Koch-Institut (RKI) fortgesetzt . Bundesweit sei die Sieben-Tage-Inzidenz vergangene Woche im Vergleich zur Woche davor um 17 Prozent gesunken , heißt es im RKI-Wochenbericht zur Entwicklung der Corona-Pandemie von Donnerstagabend. Die meisten Ergebnisse beziehen sich auf die vergangene Woche.

Die Zahl der Krankenhausbehandlungen wegen Covid-19 ging laut Bericht leicht zurück. Auch auf den Intensivstationen im Land wurden demnach weniger Schwerkranke mit dem Virus behandelt.

Der Rückgang der Erkrankungszahlen zeige sich bereits seit Mitte Oktober, hieß es. Zudem berichtet das RKI von einem Rückgang der Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen.

Insgesamt hält das Institut akute Atemwegsinfektionen im Herbst für schlechter zu verhindern, da sich Menschen häufiger und länger in Räumen aufhielten. Es sei daher in den nächsten Wochen mit einer hohen Zahl an solchen Ansteckungen zu rechnen.

Loading...

Timm Seckel
Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Corona-Impfung für Kinder von sechs Monaten bis vier Jahren mit bestimmten Vorerkrankungen. Das teilte das Gremium am Donnerstag mit. Die Empfehlung gelte auch für Kinder bis vor dem zweiten Geburtstag, die als Frühgeborene auf die Welt gekommen sind.

Lesen Sie hier die Details:
Anna Kipnis
Der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz hält die Entscheidung mehrerer Bundesländer, die Isolationspflicht für Corona-Infizierte zu streichen, für vertretbar. „Beim ersten Lesen der Nachricht hatte ich ein gewisses Unbehagen“, sagte Merz den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag). „Beim längeren Nachdenken erscheint es mir aber verantwortbar zu sein, so vorzugehen wie Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Schleswig-Holstein dies nun tun.“ Corona-Regeln seien nur noch in einem „sehr eingeschränkten Umfang“ erforderlich, sagte Merz.

Wer sich mit dem Coronavirus infiziert hat, muss sich nicht mehr überall in Deutschland in Isolation begeben: Bayern und Baden-Württemberg hatten die entsprechende Regelung am Mittwoch abgeschafft, Schleswig-Holstein folgt am Donnerstag. Auch Hessen hatte dies angekündigt, der Zeitpunkt dafür ist aber noch offen.

Das Vorgehen der Länder wurde unter anderem von Patientenschützern und Gewerkschaftern kritisiert. Vor allem Rufe nach einem gemeinsamen Vorgehen der Bundesländer wurden laut.
Friedrich Merz Bild: dpa

Die Zeit der hohen Infektionsgefahr mit schwerem Krankheitsverlauf ist vorbei.

Friedrich Merz zu den Funke-Zeitung

„Damit sollten wir auch versuchen, so schnell wie möglich wieder in ein weitgehend normales Leben zurückzukehren – auch mit Corona.“ Merz sagte, er teile den „fast schon sirenenhaften Alarmismus“ von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) nicht. „Wir sollten zur Normalität zurückkehren und spätestens im Frühjahr nächsten Jahres Corona offiziell als beendet erklären.“
Sarah Sendner
In Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bekannten Infektionen um 33.306 auf über 36,1 Millionen. Das sind 5362 Fälle weniger, als am Donnerstag vor einer Woche, als 38.668 verzeichnet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 199,2 von 203,4 am Vortag. Das RKI meldet 162 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 156.192.
Anne Schwedt
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) kritisiert die Aufhebung der Isolationspflicht in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Schleswig-Holstein. „ Menschen mit akuten Infektionskrankheiten haben am Arbeitsplatz nichts zu suchen. Oberstes Gebot muss sein, andere vor Ansteckung zu schützen und weitere Corona-Infektionswellen zu verhindern ", sagt DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel den Zeitungen der „Funke Mediengruppe".

Es sei stark zu bezweifeln, ob jetzt der richtige Zeitpunkt sei, Isolations- und Quarantänepflichten aufzugeben. „Wo ohnehin schon Personalmangel herrscht, stehen Beschäftigte noch stärker unter Druck, trotz Infektion und Krankheitssymptomen zu arbeiten." Beschäftigte, die krank am Arbeitsplatz erscheinen, seien ein zunehmendes Problem für den Gesundheitsschutz.
Anne Schwedt
Der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz hält die Entscheidung mehrerer Bundesländer, die Isolationspflicht für Corona-Infizierte zu streichen, für vertretbar . „Beim ersten Lesen der Nachricht hatte ich ein gewisses Unbehagen“, sagte Merz den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag). „Beim längeren Nachdenken erscheint es mir aber verantwortbar zu sein, so vorzugehen wie Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Schleswig-Holstein dies nun tun.“ Corona-Regeln seien nur noch in einem „sehr eingeschränkten Umfang“ erforderlich, sagte Merz.

Wer sich mit dem Coronavirus infiziert hat, muss sich nicht mehr überall in Deutschland in Isolation begeben
: Bayern und Baden-Württemberg hatten die entsprechende Regelung am Mittwoch abgeschafft, Schleswig-Holstein folgt am Donnerstag. Auch Hessen hatte dies angekündigt, der Zeitpunkt dafür ist aber noch offen.
Anne Schwedt
Der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Andrew Ullmann, dringt auf ein Ende aller verpflichtenden Corona-Maßnahmen. „ Wir befinden uns in der Endphase der Pandemie und haben effektive Impfstoffe, antivirale Medikamente und eine Basisimmunisierung von über 95 Prozent", sagt Ullmann dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (RND). „Die Krankheitslast in der Bevölkerung ist nicht so hoch wie befürchtet. Die logische Folge ist, dass wir keine staatlich verpflichtenden Maßnahmen mehr brauchen." Je nach Verordnung könnten diese aufgehoben werden oder schlicht auslaufen. „Wir können auf die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger und auch der Länder setzen."
Jana Brüntjen
Die Behörden der chinesischen Hauptstadt haben die Peking Universität in einen Lockdown geschickt . Wie die Hochschule am Mittwoch mitteilte, sollten Studenten und Lehrkräfte den Campus nicht mehr verlassen. Zudem wurden Massentests angeordnet.

Die strikten Maßnahmen wurde verhängt, nachdem zuvor ein einziger Corona-Fall auf dem Gelände entdeckt worden war. Landesweit meldeten die Behörden am Mittwoch rund 20.000 neue Infektionen. In ganz Peking wurden rund 370 Infektionen gemeldet.
Alexander Möthe
Corona-Spürhunde können auch in Alltagssituationen zuverlässig Corona-Infektionen erschnüffeln und sind für den Einsatz bei Großveranstaltungen geeignet. Das ist das Ergebnis einer Studie unter Leitung der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo), die in der Fachzeitschrift „BMJ Global Health“ vorgestellt wird.

Die speziell trainierten Hunde seien sogar in der Lage, Infektionen zu identifizieren, bevor der PCR-Test positiv sei , sagte Studienleiter Holger Volk, Leiter der Klinik für Kleintiere an der TiHo, der Deutschen Presse-Agentur. „Der Hund ist in diesem Fall ein Frühwarnsystem.“

Obwohl inzwischen die meisten staatlichen Corona-Einschränkungen aufgehoben wurden, könnten die Corona-Spürhunde immer noch von Nutzen sein, glaubt der Professor für Tiermedizin. „Große Firmen wie Continental oder Volkswagen hätten mit ihnen ein relativ günstiges Screening-Tool, um die Sicherheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erhöhen.“ In einem Projekt der Universitätsmedizin Mainz wird derzeit der Einsatz von Corona-Spürhunden in Pflegeheimen getestet.
Sarah Sendner
In Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bekannten Infektionen um 38.610 auf über 36,1 Millionen . Das sind 9210 weniger, als am Mittwoch vor einer Woche, als 47.820 Fälle verzeichnet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 203,4 von 212,0 am Vortag. Das RKI meldet 223 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 156.030.
Anne Schwedt
Corona-Infizierte in Bayern und Baden-Württemberg müssen sich von diesem Mittwoch (16.11.) an nicht länger in Isolation begeben. „An die Stelle der Isolationspflicht treten verpflichtende Schutzmaßnahmen für positiv Getestete“, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag. Für sie gälten fortan unter anderem eine Maskenpflicht sowie Betretungs- und Tätigkeitsverbote etwa in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen.

Im benachbarten Baden-Württemberg gilt für Infizierte künftig ebenfalls eine fünftägige Maskenpflicht außerhalb der eigenen Wohnung, wie das Gesundheitsministerium in Stuttgart am Dienstag mitteilte. „Grundsätzlich gilt: Wer krank ist und Symptome hat, sollte wie bisher auch zu Hause bleiben und sich krankschreiben lassen“, sagte Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne).

Über die Aufhebung der Isolationspflicht sowie die neuen Schutzmaßnahmen sei in Rücksprache mit Experten entschieden worden, sagte Holetschek. „Klar ist: Wir lassen der Pandemie keinen freien Lauf. “ Die neuen Regelungen seien eine Balance zwischen Eigenverantwortung und dem Schutz vulnerabler Personengruppen.
Anne Schwedt
US-Präsident Joe Biden will den wegen des Corona-Virus ausgerufenen nationalen Notstand noch nicht beenden. Biden würde sein Veto gegen eine vorgeschlagene Resolution des US-Senats einlegen, die den im Jahr 2020 als Reaktion auf die Corona-Pandemie ausgerufenen nationalen Notstand beenden würde, teilt das US-Präsidialamt mit. Ein republikanischer US-Senator hatte im September eine Abstimmung über die Beendigung der Notstandserklärung gefordert, nachdem Biden in einem Interview mit CBS News erklärt hatte, die Pandemie sei „vorbei". Das Weiße Haus nahm Bidens Äußerungen später zurück. Der Antrag liegt dem Senat vor, ist aber noch nicht zur Abstimmung gestellt.
Timm Seckel
Corona-Infizierte müssen sich ab diesem Mittwoch in Baden-Württemberg und in Bayern nicht mehr in Isolation begeben. Im Südwesten gilt stattdessen eine fünftägige Maskenpflicht außerhalb der eigenen Wohnung, wie das Gesundheitsministerium in Stuttgart am Dienstag mitteilte.

„Die Aufhebung der Absonderungspflicht ist aus infektiologischer Sicht derzeit vertretbar“, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne). Das zeigten nicht zuletzt die Erfahrungen in europäischen Nachbarländern, die diesen Schritt bereits gegangen seien. „ Grundsätzlich gilt: Wer krank ist und Symptome hat, sollte wie bisher auch zu Hause bleiben und sich krankschreiben lassen “, sagte der Minister weiter.

Die neue Regelung soll es Infizierten etwa erlauben, soweit es deren Gesundheitszustand zulässt, mit einer Maske einkaufen oder an der frischen Luft spazieren zu gehen.

Zusammen mit Bayern, Hessen und Schleswig-Holstein hatte das baden-württembergische Gesundheitsministerium bereits am vergangenen Freitag angekündigt, die generelle Isolationspflicht für positiv getestete Menschen aufzuheben. In Bayern stand bereits fest, dass die Isolationspflicht ebenfalls ab Mittwoch wegfällt, in Hessen und Schleswig-Holstein ist der genaue Zeitpunkt bisher noch offen. Weitere Bundesländer dachten zuletzt darüber nach, andere lehnten einen solchen Schritt ab. Deutliche Kritik an dem Vorgehen kam von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD).
Jana Brüntjen
In der südchinesischen Wirtschaftsmetropole Guangzhou kommt es inmitten eines deutlichen Anstiegs der Corona-Fallzahlen zu Protesten in der Bevölkerung. Menschenmengen durchbrachen am Montagabend Corona-Sperren in der Stadt und marschierten durch die Straßen, wie im Internet veröffentlichte Videos mit chaotischen Szenen zeigen. Unter den jüngsten Ausbrüchen in der Volksrepublik ist Guanghzhou, das auch als „Fabrik der Welt“ bezeichnet wird und fast 19 Millionen Einwohner zählt, die Stadt mit den meisten Fällen. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen übertraf erstmals die Marke von 5000 Fällen und schürte Spekulationen, dass örtliche Lockdowns ausgeweitet werden könnten.

Auf Twitter gepostete und weit verbreitete Videos, die Reuters nicht unabhängig überprüfen konnte, zeigten am späten Montagabend Szenen im Stadtteil Haizhu, in denen Menschen durch die Straßen stürmten und mit in weißen Schutzanzügen gekleideten Arbeitern protestierten. Mehrere Hashtags zum Thema „Unruhen“ in der Gegend wurden am Dienstagmorgen von Chinas Twitter-Rivalen Weibo gelöscht. Weder die Stadtregierung von Guangzhou noch die Polizei der Provinz Guangdong waren für eine Stellungnahme erreichbar.
Alexander Möthe
Die Angst , an Corona zu erkranken, geht in Deutschland nach einer neuen Umfrage weiter zurück . In einer repräsentativen Studie des Forsa-Instituts zu den gefürchtetsten Krankheiten gaben 18 Prozent der Befragten an, dass sie v or Covid-19 am meisten Angst hätten . Das sind nur noch halb so viele wie im ersten Corona-Jahr 2020, als die Infektion für 37 Prozent die größte gesundheitliche Bedrohung gewesen war. Schon im vergangenen Jahr hatte Covid-19 bei nur noch 20 Prozent der Befragten besonders viel Furcht ausgelöst. Weitaus mehr Schrecken verbreiten nach wie vor Krebs (72 Prozent), Alzheimer (55) und schwere Unfälle (51). Die Umfrage erfolgte im Auftrag der DAK-Gesundheit.

„Die Corona-Pandemie ist scheinbar für viele Menschen so alltäglich geworden, dass die Angst vor einer Infektion sinkt“, teilte der Vorstandsvorsitzende der Krankenkasse, Andreas Storm, in einer Pressemitteilung mit. Dies dürfe aber nicht dazu führen, dass Schutzmaßnahmen vernachlässigt würden. „Wir müssen gerade in den kommenden Wintermonaten gewisse Regeln einhalten, um die vulnerablen Gruppen in unserer Gesellschaft zu schützen und eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden“, fügte der DAK-Chef hinzu.

Mit Blick auf die Debatte um die Isolationspflicht und die unterschiedliche Handhabung der Bundesländer forderte Storm: „Wir brauchen verständliche und einheitliche Regeln , die zwischen den Ländern abgestimmt sind und die die Menschen nachvollziehen können.“ Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Schleswig-Holstein haben sich darauf verständigt, die bisherige Isolationspflicht für Infizierte abzuschaffen, wie sie am Freitag gemeinsam mitteilten. Weitere Bundesländer denken darüber nach, andere lehnen einen solchen Schritt ab.
Anne Schwedt
In Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bekannten Infektionen um 47.179 auf über 36 Millionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 212,0. Das RKI meldet 219 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 155.807.
Anne Schwedt
Der kambodschanische Ministerpräsident Hun Sen ist vor dem Beginn des G20-Gipfels auf der indonesischen Insel Bali positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab der Regierungschef am Dienstag bekannt – zwei Tage, nachdem er als Gastgeber des Asean-Gipfels in Phnom Penh in Erscheinung getreten war, wo er zahlreiche Staats- und Regierungschefs, darunter US-Präsident Joe Biden, begrüßte.

In einem Facebook-Beitrag erklärte er, er sei in der Nacht positiv auf das Virus getestet worden. Am Dienstagmorgen habe ein indonesischer Arzt das Ergebnis bestätigt. Er werde nach Kambodscha zurückkehren und haben seine Termine beim G20-Gipfel und die beim darauf folgenden Treffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) in der thailändischen Hauptstadt Bangkok abgesagt.

Es sei gut, dass er am Montag erst spät auf Bali eingetroffen sei und nicht an einem Essen habe teilnehmen können, das unter anderem der französische Präsident Emmanuel Macron besuchte, sagte er.
Anne Schwedt
China verzeichnet nach Angaben der Nationalen Gesundheitskommission 17.909 neue Corona-Infektionen nach 16.203 Ansteckungen am Vortag. 1661 der Fälle seien symptomatisch. 16.248 seien asymptomatische Infektionen, die in China separat gezählt werden. Wie am Vortag wurden im Zusammenhang mit dem Virus keine neuen Todesfälle gemeldet. Zahl der Toten verharrt demnach bei 5226.
Anna Kipnis
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat sich gegen ein Ende der Maskenpflicht in Bussen und Bahnen ausgesprochen. Die Maskenpflicht sei notwendig, sagte der SPD-Politiker am Montag dem Sender „Welt“. Man müsse im Winter mit wieder steigenden Fallzahlen rechnen. „Wenn wir jetzt die Maskenpflicht aussetzen würden und hätten dann zum Beispiel eine massive Welle, das ist nicht vermittelbar.“ Menschen müssten sicher zur Arbeit kommen können.

Mit dem Flugverkehr - wo keine Maskenpflicht mehr gilt - könne man das nicht vergleichen. Nur ganz wenige Menschen kämen jeden Tag mit dem Flugzeug zur Arbeit, aber Millionen mit Bus oder Bahn.

Nach der Ankündigung Schleswig-Holsteins, die Maskenpflicht in Bus und Bahn möglicherweise nicht über das Jahresende hinaus zu verlängern, ist eine Debatte über das Thema entbrannt. Die Bundesländer können in Eigenregie im Nahverkehr über eine Aufrechterhaltung oder ein Ende der Maskenpflicht entscheiden. Für Fernzüge und Fernbusse ist der Bund zuständig. Hier gilt nach aktueller Rechtslage FFP2-Maskenpflicht bis April nächsten Jahres.
Karl Lauterbach Bild: dpa
Anna Kipnis
Der US-Biotechkonzern Moderna hat weitere klinische Studiendaten zu seinen Omikron-Auffrischungsimpfungen veröffentlicht. Die Daten aus der Phase-2/3-Studie mit über 500 Erwachsenen untermauerten, dass der BA.4/5-Booster zu signifikant höheren neutralisierenden Antikörpertitern gegen BA.4/BA.5 führe als eine Auffrischungsimpfung mit dem ursprünglichen Corona-Impfstoff Spikevax von Moderna. Sowohl der BA.4/5- als auch der BA.1-Booster des Unternehmens hätten zudem "robuste" neutralisierende Titer gegen die Sublinie BQ.1.1 erzeugt, teilt Moderna mit.

Im Vergleich zu BA.4/5 sei die Antikörperreaktion jedoch um fast das Fünffache gesunken. Laut RKI wurde BQ.1.1 in den letzten Wochen zunehmend in Deutschland und anderen Ländern nachgewiesen, bisher werde mit der Verbreitung der Sublinie aber keine Erhöhung der Krankheitslast beobachtet.
Anna Kipnis
Nach der leichten Lockerung einiger der strikten Corona-Maßnahmen in China streichen mehrere Städte die routinemäßigen Tests der Bevölkerung. So wollen etwa Yanji im Nordosten des Landes und die Provinzhauptstadt Hefei mit rund acht Millionen Einwohnern im Südosten die Test einstellen, wie aus offiziellen Mitteilungen hervorgeht. Gleichzeitig wurde am Montag in zahlreichen Großstädten, darunter auch in Peking, eine Rekordzahl von Infektionen verzeichnet. In der Hauptstadt sind in einigen Gebieten tägliche Tests vorgeschrieben.

In der nördlichen Stadt Shijiazhuang äußerten sich Familien besorgt darüber, dass ihre Kinder in der Schule dem Virus ausgesetzt sein könnten, und gaben Entschuldigungen wie Zahn- oder Ohrenschmerzen für deren Abwesenheit an. Beim chinesischen Twitter-Rivalen Weibo gehörte dies zu den dominierenden Themen.
Leonie Tabea Natzel
In China steigen die Corona-Zahlen weiter . Die Nationale Gesundheitskommission registriert 16.203 neue Fälle nach 14.878 Ansteckungen am Vortag. 1794 Fälle seien symptomatisch und 14.409 Fälle seien asymptomatische Infektionen, die in China separat gezählt werden. Wie am Vortag wurden keine neuen Todesfälle gemeldet, womit die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Virus bei 5226 verharrt. Das wichtige Produktionszentrum Zhengzhou verzeichnet von den Neuinfektionen 224 neue symptomatische, lokal übertragene Ansteckungen und 2757 asymptomatische Fälle. Obwohl die Corona-Zahlen in China im internationalen Vergleich eher niedrig ausfallen, belastet die rigide Null-Covid-Politik der Regierung die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt.
Leonie Tabea Natzel
Ein Vorstoß aus Schleswig-Holstein für ein Ende der Maskenpflicht in Bussen und Bahnen ist in der Bundespolitik auf ein geteiltes Echo gestoßen . Der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Andrew Ullmann, sagte der „Welt“: „Wir plädieren für eine Maskenempfehlung statt einer Maskenpflicht. Denn Bürgerinnen und Bürger können sich selbst schützen und eigenverantwortlich entscheiden.“ Der gesundheitspolitische Sprecher der Grünen im Bundestag, Janosch Dahmen, lehnte eine Lockerung der Maskenpflicht im Nahverkehr dagegen ebenso ab wie die von vier Bundesländern angekündigte Aufhebung der Isolationspflicht für Corona-Infizierte.

„Es gibt keine neuen, medizinisch evidenten Gründe, warum jetzt von den bisher gesetzlich vorgesehenen Absonderungs- und Isolationspflichten oder aber der Maskenpflicht im Nahverkehr abgewichen werden sollte“, sagte Dahmen der „Welt“. Im Gegenteil sei die „konsequente Unterbrechung von Corona-Infektionsketten und die Reduzierung von Ansteckungsrisiken“ vor dem Hintergrund stark ansteigender, saisonal bedingter Atemwegserkrankungen in den kommenden Monaten überaus wichtig.

Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) strebt an, die Maskenpflicht in Bus und Bahn nicht über das Jahresende hinaus zu verlängern. Er wolle hierfür im Gespräch mit den anderen Ländern eine möglichst einheitliche Regelung erreichen, sagte er am Freitag. Günther appellierte an die Eigenverantwortung: „Mit Symptomen bleibt man zu Hause“. Er hoffe, dass sich weitere Länder diesem Kurs anschließen, der verantwortungsvoll sei.

Über die Maskenpflicht im Nahverkehr können gemäß Infektionsschutzgesetz die Länder entscheiden. Für Fernzüge gilt eine bundesweite Maskenpflicht. Am Freitag hatte Schleswig-Holstein gemeinsam mit Baden-Württemberg, Bayern und Hessen bereits angekündigt, die Isolationspflicht für Corona-Infizierte abzuschaffen.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil setzt dagegen auf einen vorsichtigen Kurs. „Auch wenn wir uns alle etwas anderes wünschen, ist die Pandemie nicht vorbei. Das beweisen nicht zuletzt die relativ hohen Todeszahlen, die wir unverändert verzeichnen“, sagte der SPD-Politiker der „Welt“. „In der kalten Jahreszeit werden die Probleme erfahrungsgemäß auch noch größer. Vor diesem Hintergrund werden wir in Niedersachsen vorsichtig bleiben.“
Tobias Döring
In China steigen die Corona-Zahlen weiter. Die Behörden melden die höchste Zahl an Neuinfektionen seit Ende April. Die Nationale Gesundheitskommission registriert 14.878 neue Fälle nach 11.950 Ansteckungen am Vortag. 1711 Fälle seien symptomatisch und 13.167 Fälle seien asymptomatische Infektionen, die in China separat gezählt werden. Wie am Vortag gab es keine neuen Todesfälle, womit die Zahl der Todesopfer bei 5226 liegt.

China hatte vor kurzem seinen strikten Kurs zur Bekämpfung der Corona-Pandemie leicht gelockert, unter anderem mit einer Verkürzung der Quarantäne-Zeiten und einem künftigen Verzicht auf die Verfolgung sogenannter Sekundär-Kontakte. Obwohl die Corona-Zahlen in China im weltweiten Vergleich eher niedrig sind, hat die rigide Null-Covid-Politik der Regierung die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt schwer belastet und in der Bevölkerung zu Unmut geführt.

Weiterlesen...

Anzeige
ICO/Audio-Play@1,5x stop „@1x