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Edelmetalle
Vorwurf des Schneeballsystems: Dem früheren Chef von Pim Gold droht lange Haftstrafe

Ein Jahr nach der Insolvenz steht der Geschäftsführer von Pim Gold vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm und seinem Vertriebschef schweren Betrug vor.

08.12.2020 | von Jakob Blume und Lars-Marten Nagel

Pim-Gold-Prozess beginnt © dpa

Darmstadt, Berlin Seit Dienstagmorgen wird im Darmstädter Landgericht über die Zukunft des Goldhändlers Mesut P. (49) entschieden. Als der frühere geschäftsführende Gesellschafter der Pim Gold GmbH den Verhandlungssaal betritt, ist ihm nicht anzumerken, dass er ein Jahr in Untersuchungshaft gesessen hat. Lässig plaudert er mit den Anwälten und lässt sich bereitwillig von Pressefotografen ablichten.

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Ganz anders sein früherer Geschäftspartner Julius L. (52): Er hat sich den Parker tief ins Gesicht gezogen. Die Verlesung der Anklage verfolgt er regungslos, wie eingefroren.

Die Vorwürfe, die Staatsanwalt Tobias Stewen vorträgt, haben es in sich: Mesut P. und Julius L., der Chef des Vertriebspartners Premium Gold Deutschland (PGD), sollen „gemeinschaftlich und gewerbsmäßig“ die Goldkäufer betrogen haben. Im Fall einer Verurteilung wegen schweren Betrugs drohen bis zu zehn Jahre Haft.

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